01.04.2012 | Ortsverein

Auszeichung der Treuesten in der AWO

 

Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Fetzer hatte in die neu eingeweihte Begegnungsstätte der AWO geladen, um verdiente Persönlichkeiten aus dem Ortsverein für 25-, 40-, 50-, 60- und 65-jährige Mitgliedschaft zu ehren.

MdL Dr. Simone Strohmayr bildete die politische Mitte des Abends und berichtete über die aktuelle Landespolitik sowie über Schwerpunktsetzungen im Landtagswahlkampf 2013. Sie motivierte die Festversammlung mit den Worten: "Der Wechsel 2013 ist möglich, aber nur dann, wenn wir alle Kräfte bündeln." Sie dankte in diesem Zusammenhang der SPD Stadtbergen für ihre engagierte Arbeit.

Den musikalischen Rahmen setzten gekonnt die "Schmuttertaler". Sie brachten Sangeskunst vom Feinsten, garantiert schwäbisches und bayerisches Liedgut sowie ein Wiedersehen mit unserem ehemaligen Bürgermeister Dr. Ludwig Fink.

Aus den Händen von Dr. Simone Strohmayr und Wolfgang Fetzer erhielten die Urkunden und Ehrennadeln (in Klammern die Jahre der Mitgliedschaft bei der SPD):

Johanna Stummer (65), Marianne Thumser-Vogler (60) , Kurt Winkelhöfer (60), Hans Gert Kraus (40) und Oliver Wolf (25 - vertreten durch seine Mutter).

Verhindert waren: Werner Lämmle (50), Elfriede Fink (40) sowie Rolf und Uschi Dittrich (25).

Da Marianne Thumser-Vogler früher im Ortsverein Selb tätig war, reiste eigens der dortige Ortsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Rudi Kirschneck an, um eine sehr persönliche und wertschätzende Laudatio zu halten.

Das Redaktionsteam gratuliert allen Jubilaren sehr herzlich.

 

22.03.2012 | Ratsfraktion

Traurige Abrechnung der Grünen mit Dr. Ludwig Fink

 

In einer eigenen Pressemitteilung hat die Stadtratsfraktion die jüngsten Verleumdungen der Grünen kommentiert. Es ist unerklärlich, warum ein Johannes Münch ohne jeden realen Anhaltspunkt Unwahrheiten verbreitet - die SPD hätte für den ehemaligen Bürgermeister Dr. Ludwig Fink einen Ehrensold gefordert - und dann noch in der Nachbereitung dieser Entgleisung beleidigende und ehrabschneidende Vorwürfe gegenüber Dr. Fink und der SPD äußere. Warum ein Paul Reisbacher, der jahrelang eng und vertrauensvoll mit Fink zusammengearbeitet hat, dann schließlich auch noch wider besseres Wissen in diese Misstöne mit einstimmt, bleibt sein Geheimnis.

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die SPD-Fraktion im Stadtberger Rathaus missbilligt das Verhalten des Vorsitzenden der Fraktion Grüne/Thum Johannes Münch auf schärfste. Bereits vor dem Rückzug von Bürgermeister Dr. Ludwig Fink hat er versucht, mit Halbwissen und Gerüchten Kommunalpolitik zu betreiben. Auch bei dem Sachverhalt der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Dr. Ludwig Fink vermischt er Unwissen mit destruktiven Vorschlägen.

Der Fraktionsvorsitzende Herbert Woerlein unterstellt Münch Absicht, um die jahrzehntelangen Leistungen von Dr. Ludwig Fink abzuwerten. Auch in diesem Fall hat Johannes Münch mit einer unüberlegten Pressemitteilung versucht, im Kielwasser allgemeiner Politikverdrossenheit auf kommunaler Ebene mitzuschwimmen, wenngleich der leicht durchschaubare Versuch, eine Parallele zwischen Wulff und Dr. Fink herzustellen, einfach nur kläglich und dem Vertrauensverhältnis zwischen Bevölkerung und Stadtrat abträglich ist.

Die SPD-Fraktion steht einer Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den ehemaligen Bürgermeister positiv gegenüber - die Leistungen in den vergangenen 19 Jahren als erster Bürgermeister, zuvor zwei Jahre als 2. Bürgermeister und über zehn Jahre als Gemeinderat, können sich durchaus sehen lassen und stehen für ein erfolgreiches Gestalten der Kommunalpolitik in Stadtbergen. Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Roland Mair unterstreicht, dass die Verleihung im Einklang mit allen Fraktionen beantragt werden solle. So sei die SPD-Fraktion mit der CSU und dem Bürgermeister bereits seit langem im Gespräch. Gespräche mit Pro Stadtbergen und den nicht im Stadtrat vertretenen Freien Wähler stünden noch an. Durch Münchs aggressives und destruktives Vorgehen hätten sich Gespräche mit dessen Fraktion bedauerlicherweise schon von selbst erledigt.

Nach unserer Auffassung ist eine Politshow hier fehl am Platze. Wir sind uns sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger aus Deuringen, Leitershofen, dem Virchowviertel und Stadtbergen dies richtig einzuordnen wissen.

 

18.03.2012 | Bundespolitik

Der richtige Mann zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle: Am 18.03.2012 um 14:25 Uhr ist Joachim Gaucks Wahl amtlich

 

Das wissen wir noch aus dem Sozialkundeunterricht: Der erste Mann, die erste Frau im Staat, der Bundespräsident bzw. die Bundespräsidentin wird von der Bundesversammlung gewählt. Zu den 1240 Delegierten der Bundesversammlung gehörte unsere Simone, ihre Stimme war eine von 991, mit denen Joachim Gauck zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Auf die Kandidatin der Linken Beate Klarsfeld entfielen 126 und auf Olaf Rose 3 Stimmen. 108 Delegierte enthielten sich der Stimme.

Die Freude bei den Sozialdemokraten ist groß, dass der von ihnen vorgeschlagene Kandidat bereits im ersten Wahlgang mit einem passablen Ergebnis gewählt worden ist. Lediglich die Zahl der Enthaltungen war höher als erwartet, ansonsten herrscht allgemeine Zufriedenheit mit Gaucks Ergebnis.

Aber auch kritische Stimmen sind zu hören: So wird immer wieder bezweifelt, ob Joachim Gauck auch tatsächlich sozialdemokratische Ziele unterstützen wird.

Wir alle haben uns einen Bundespräsidenten mit Profil gewünscht. Jetzt sollten wir dem frisch gewählten Joachim Gauck auch die Zeit lassen, ein solches Profil zu entwickeln.

 

08.03.2012 | Landespolitik

MdL Simone Strohmayr zum Weltfrauentag am 8. März 2012: Frauen brauchen kein Zuckerchen!

 

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

es ist traurig, aber wahr. Da arbeitet man ein Leben lang und steht trotzdem mittellos da. Gerade Frauen sind davon häufig betroffen - auch in Bayern. Ihr Armutsrisiko ist gegenüber Männern um ein Viertel erhöht. Doch um die Statistik geht es nicht. Wer Frauenarmut im Freistaat wirklich zurückdrängen will, darf nicht teure Studien in Auftrag geben, die nur bestätigen, was schon hundertfach vorher beschrieben wurde! Im Kampf gegen die Armut müssen wir reich an effektiven Handlungen werden. Mit einem Zuckerchen wie dem Betreuungsgeld ist den Frauen nicht geholfen. Viel nützlicher wäre es doch, dieses Geld zum Beispiel in den Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren. und endlich dafür zu sorgen, dass Frauen für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn wie Männer erhalten. Helfen Sie mit!

Ihre Simone Strohmayr
Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kreisrätin und Stadträtin der Stadt Stadtbergen

Mehr Informationen unter: www.simone-strohmayr.de
Kontakt: info@simone-strohmayr.de

 

02.03.2012 | Ortsverein

Note "mangelhaft" für Paul Metz

 

Eigentlich war bei TOP 1 "Verabschiedung des Haushalts" der Stadtratssitzung vom 1. März "business as usual". Herbert Woerlein hielt seine mit der Fraktion bis ins Detail abgestimmte Haushaltsrede, durchaus mit kritischen Untertönen, aber vom Stil her doch eher "versöhnlich-kooperativ".

Nachdem alle Fraktionsvorsitzenden ihre Rede gehalten hatten, meldete sich zur allgemeinen Überraschung Roland Mair zu Wort und rügte seinen Fraktionschef. Er könne nicht verstehen, wie es einem gelernten Lehrer hätte passieren können, beim Bürgermeister die Note zu vergessen. Er wolle dies nachholen: Sein "mangelhaft" mit schlechter Tendenz begründete Roland Mair vor allem mit den nicht gemachten Hausaufgaben. Auch wenn der Anfang als Bürgermeister schwer sei, so sei die bisherige Bilanz doch sehr enttäuschend.

Wörtlich sagte Roland Mair:

"Sehr geehrter Herr Metz,

nach meinem Fraktionsvorsitzenden Herbert Woerlein habe ich einige Ergänzungen. Ich will mich bei meinem Fraktionsvorsitzenden Herbert Woerlein für den konstruktiven Input bedanken. Die SPD-Fraktion arbeitet konstruktiv mit Ihnen zusammen, heute bei der Verabschiedung des Haushaltes aber auch in anderen Sachverhalten.

Als aktiver Lehrer hat Herr Woerlein allerdings etwas ganz Wichtiges vergessen - Ihnen eine Note zu geben:

Die gebe ich Ihnen:

Ich gebe Ihnen ein "mangelhaft" mit Neigung zu "ungenügend".

Ich begründe es auch: Der Schüler mühte sich im Fach Haushaltsführung, nur mit Mühe und Not konnte er auf Grund einer Kreditaufnahme und der Reduzierung von 7,4 Mio € auf 1,06 Mio € das Klassenziel erreichen. Für das nächste Jahr wird bei gleicher Leistung die nächste Klasse nicht erreicht.

Sparsame Haushaltsführung bedeutet die Einnahme aus Steuereinnahmen zu sichern und zusätzliches Geld zu beschaffen, entweder mit dem Verkauf von gemeindeeigenen Tafelsilber (z.B. dem aus diesem Gremien heraus geforderten Verkauf der Grundstücke im Fryar Circle, dort sind acht Millionen vergraben) oder aus dem Kreishaushalt.

So wohl das eine - der Verkauf der Grundstücke - läuft schleppend, bei der anderen Einnahmequelle werden Sie von ihrem Parteifreund und Landrat Martin Sailer schmerzlich im Stich gelassen:

Die unterlassene Finanzierung der Ampelanlage in Leitershofen war erst der Anfang, die Absage an den Kreisverkehr bei der Panzerstraße ist gefolgt, 3, 4. und 5. Teil werden in regelmäßiger Reihenfolge kommen - Armes Stadtbergen.

... und was mich ganz besonders ärgert - die Kreisstraße gehört dem Landkreis Augsburg und nicht uns. Das ist ungefähr so, wie wenn das Auto des Nachbarn reparaturbedürftig ist, und ich bezahle ihm die Reparatur.

Wenn man Geld einsparen wollte, dann hätte ich zwei Vorschläge

1. Vorschlag: Kauf der Kleingartenanlage in Leitershofen - ein Schnäppchen, wie es bezeichnet wird. Warum muss eine Stadt eine Kleingartenanlage kaufen - in Stadtbergen versucht der Kleingartenverein seit Jahren seine Anlage selbst zu kaufen.

2. Vorschlag: Eine Stiftung kauft ein Grundstück in Stadtbergen, auf dem seit Jahrzehnten ein rühriger Bogenschützenverein wertvolle Jugendarbeit verrichtet - die Stadt wird gezwungen Ersatzmöglichkeiten zu schaffen - das kostet uns dann auch weitere 600.000 Euro - da frage ich mich schon, ob es nicht andere Möglichkeiten gegeben hätte.

Wenn ich auf meinen Vergleich vom Anfang zurück komme, der Bewertung mit Schulnoten. ´

Herr Metz hat die Schule gewechselt - vom Gebäudemanagement der Telekom in eine ausgezeichnete Führungsposition - er ist heute Bürgermeister von Stadtbergen. Dass sich Bürgermeister am Anfang schwer tun, ist ganz normal, ich hoffe nur, dass es schnell besser wird. Als Stadtrat bin ich dem Wohle der Bürger verpflichtet und ich werde meinen Teil leisten - Herr Metz, als Bürgermeister, leisten Sie auch ihren Teil.
Vielen Dank."

Ach ja, so ganz nebenbei: Natürlich stimmte die SPD der Verabschiedung des Haushalts zu. Schließlich will man ja einen armen Schüler mit so schlechten Noten unterstützen ;-)

Hier geht es zur offiziellen Haushaltsrede der SPD Stadtratsfraktion ...

 

26.02.2012 | Ortsverein

Eigenständig handeln, gemeinsam Politik gestalten: Treffen der drei Ortsvereine in Deuringen

 
Da rauchten die Köpfe: Die Vorstandsmitglieder der drei Ortsvereine überlegen gemeinsam ihre Arbeitsschwerpunkte 2012

Am Freitag, 24. Februar 2012 legten die Vorstandsmitglieder der drei Ortsvereine in der Waldgaststätte Deuringen die Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2012 fest.

Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Herbert Woerlein stimmte mit seinem Referat auf die kommenden Herausforderungen ein. Kreisvorsitzender Roland Mair verwies auf die enormen Anforderungen, die die Wahljahre 2013, 2014 und 2015 bringen werden. Nur mit geschlossenen Reihen und gebündelter Energie könne man dafür sorgen, dass die SPD an Stimmen hinzugewinne. In diesem Zusammenhang informierte Mair über die Ergebnisse der Klausurtagung der Stadtratsfraktion. Barbara Gartzke-Mögele sprach über ihre Erfahrungen als "Neuling" im Stadtrat - ihr Stimmungsbericht und ihre Eindrücke interessierten vor allem die Neumitglieder. Die Ortsvorsitzenden Franz Schmid (Leitershofen), Otto Großmann (Deuringen) und Wolfgang Fetzer (Stadtbergen) wollen in ihren Ortsvereinen gemeinsam überlegen, welche Aktionen vor Ort sinnvoll sind.

Wichtig ist, und darin war man sich einig, dass die geplanten Aktionen nah an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort sind. Wir werden auf dieser Seite über die Veranstaltungen schon im Vorfeld berichten, dass ihr euch die entsprechenden Termine vormerken könnt.

 

26.02.2012 | Ortsverein

Munda Mack für ihre herausragenden Verdienste für die AWO geehrt

 
Lob gab es von Alois Strohmayr und Dr. Heinz Münzenrieder

Mit geschlossenen Augen und gespitztem Mund schwärmte der AWO-Vorsitzende des Landkreises Augsburg Alois Strohmayr von "seiner" Munda. So manchen Lacher erntete der AWO-Vorsitzende für seine Anekdoten, die er zu berichten wusste. Fazit seiner Laudatio: Trotz ihrer stark eingeschränkten Gehfähigkeit gibt Munda alles für ihre AWO. Munda Mack, so Strohmayr, habe das Herz am rechten Fleck und sorge dafür, dass alle Veranstaltungen der AWO reibungslos ablaufen. Erst wenn alle versorgt seien, erst wenn jeder seinen Platz habe, dann gebe dir resolute aber herzensgute Munda Ruhe.

Der Chef der AWO-Schwaben und AWO-Präsidiumsvorsitzender Dr. Heinz Münzenrieder konnte sich diesem Lob nur anschließen und betonte, dass es Frauen wie Munda Mack seien, die die AWO vor Ort mit Leben erfüllen.

Aus den Händen von Alois Strohmayr und Dr. Heinz Münzenrieder erhielt Munda Mack im Rahmen der AWO-Kreiskonferenz in Stadtbergen für ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft und für ihren herausragenden Einsatz eine Urkunde und die entsprechende Ehrennadel überreicht.

Wie sehr beide Herren mit ihren Ausführungen Recht hatten, zeigte sich in der Mittagspause, in der Munda federführend die Essensausgabe durchführte. Natürlich ließ sie es sich nicht nehmen, die Schnitzel selber auf die Teller zu "verfrachten".

Der AWO-Bezirk Schwaben umfasst 21 Seniorenheime, 37 Kindertagesstätten und zwei Kliniken und ist damit einer der größten bundesweit. Rund 11 000 ehrenamtliche Helfer und 2500 Beschäftigte in 80 Betrieben sorgen für das Wohl in der Organisation.

Viele unserer Genossinnen und Genossen sind nicht nur Mitglied in der SPD, sondern gehören - wie Munda Mack - auch gleichzeitig der AWO an.

 

19.02.2012 | Bundespolitik

Sigmar Gabriel: Ende gut, alles gut: Joachim Gauck ist gemeinsamer Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten

 

Sonntag, 19.02.2012, 21:30 Uhr: So entspannt habe ich Sigmar Gabriel schon lange nicht mehr gesehen. Soeben hat Angela Merkel Joachim Gauck bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zum gemeinsamen Kandidaten vorgeschlagen. Wer etwas von Körpersprache versteht, konnte schnell erkennen, dass dies eine Kopf- und keine Herzensentscheidung war, aber dennoch, hier zählt das Ergebnis. Steter Tropfen hat den Stein gehöhlt. Damit ist die Wahl von Joachim Gauck nur noch Formsache, das wird wohl im ersten Wahlgang entschieden sein.

Man soll Erfolge feiern und auskosten. Heute ist ein großer Tag für unsere Partei: Unser Kandidat von 2010 war damals der richtige und ist es erst recht heute.

Ach ja, und noch ein Kotau in eigener Sache: Chapeau, Mdme Merkozy!

 

17.02.2012 | Bundespolitik

SPD Stadtbergen begrüßt Wulffs Rücktritt

 

Eigentlich müsste man Erleichterung verspüren, wenn ein monatelanges Versteckspiel und die Taktik, nur so viel einzugestehen, wie derzeit beweisbar ist, am heutigen Freitag ein Ende gefunden hat. Für uns SPD-Anhänger müsste eigentlich noch die Genugtuung hinzukommen, dass 2010 unser Kandidat der bessere war.

Aber warum alles nur im Konjunktiv? Daher, weil wir aus meiner Sicht gar nicht einschätzen können, wie sehr Christian Wulff das Amt des Bundespräsidenten beschädigt hat. Für uns Politiker - sei es im Hauptberuf oder im Ehrenamt - ist es seit der Amtszeit von Christian Wulff noch schwieriger geworden, unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu vermitteln, dass Politik den Menschen im Blick hat und von Visionen beseelt ist.

Auch unserer Jugend klingen solche Worte wie Hohn. Wie oft höre ich am Stand oder bei Hausbesuchen: "Egal welche Partei, die sind alle gleich und achten nur auf ihren Vorteil." - für mich angesichts der aktuellen Berichterstattung um den ehemaligen Bundespräsidenten Wulff eine völlig nachvollziehbare Haltung.

Blicken wir - wie es unsere Art ist - vorsichtig optimistisch nach vorne! Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es nun in der Hand, ihr damaliges Verhalten zu korrigieren. Wir erinnern uns: Die Kanzlerin war froh, einen unliebsamen Konkurrenten versorgen zu können und stimmte die Personalie Wulff nicht mit der SPD und den Grünen ab. Dank der Kampfkandidatur von Joachim Gauck war es schwer, den im Alleingang bestimmten Kandidaten Wulff durchzubringen.

Angela Merkel könnte nun Größe zeigen und ihren Fehler wiedergutmachen. Joachim Gauck ist sicherlich nicht zu einer neuen Kampfkandidatur bereit. Wäre er aber der gemeinsame Kandidat der Regierung und der Opposition, so würde er sich der Verantwortung stellen.

Also, Finger zur Raute formen, beim sympathischen evangelischen Pastor anrufen und elegant über den eigenen Schatten springen! Hierfür würde ich den Hut ziehen!

Herbert Woerlein

 

16.01.2012 | Landespolitik

Christian Ude überzeugt beim Neujahrsempfang der SPD-Stadtratsfraktion Augsburg

 

Hochintelligent und gleichzeitig witzig und hintersinnig - so präsentierte sich der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten beim Neujahrsempfang am Sonntag, 15. Januar 2012. Christian Ude beantwortete die Frage, die der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt aufgeworfen hatte, was denn gewesen wäre, wenn Ude in letzter Zeit am Ruder gewesen wäre und nicht 55 Jahre die CSU.

Man hätte sich - so Ude - schon viel früher von der Atomkraft verabschiedet und nicht erst seit der Katastrophe von Fukushima. Bayern und Deutschland wären dann 10 bis 20 Jahre weiter in der Energiewende, bayerische und deutsche Firmen wären auf dem Weltmarkt führend.

Ude hielt eine Grundsatzrede zur bayerischen Landespolitik der SPD. Die Rede war in die Gegenwart und teilweise schon in die Zukunft gerichtet. Was würde er als Ministerpräsident besser machen als seine jetzigen Kollegen von der Regierungsseite. So verwies Ude im Bereich Bildungspolitik auf die unbedingte Streichung der Studiengebühren, die soziale Ungerechtigkeit bei der Verteilung der Bildungschancen unnötig forcieren. Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass das Geld aus anderen Quellen kommen müsse, denn ohne diese Mittel seien die bayerischen Universitäten nicht mehr wettbewerbsfähig. Eine Absage erteilte er schnellen Reformen um der Reformen willen. Was sich bewährt hat, bleibt erhalten. Diese differenzierte Sichtweise der aktuellen Herausforderungen zog sich wie ein roter Faden durch Udes Rede: keine Platitüden, kein Bierzeltgehabe, keine markigen Sprüche in Richtung des politischen Gegners.

Dieser Anspruch auf Übernahme von Verantwortung, der seine Kraft aus dem Gestaltungwillen schöpft und sich nicht in Selbstverliebtheit und Eigenlob erschöpft, kam bei den Augsburger Genossinnen und Genossen und denen, die aus dem Umland ins Rathaus gekommen waren, bestens an. Mit Standing Ovations wurde Ude in die "Nachbargemeinde München" - übrigens ein 'running gag' der gesamten Rede - nach Hause geschickt.

"Hausherr" Stefan Kiefer hatte vorher schon klar gemacht, dass es sowohl in der Landespolitik als auch im Augsburger Rathaus höchste Zeit für einen poliltischen Wechsel sei.

 

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