Christian Ude überzeugt beim Neujahrsempfang der SPD-Stadtratsfraktion Augsburg

Veröffentlicht am 16.01.2012 in Landespolitik

Stand den Schwaben Rede und Antwort: der Münchner OB und SPD-Kandidat um das Amt des Ministerpräsidenten Christian Ude

Hochintelligent und gleichzeitig witzig und hintersinnig - so präsentierte sich der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten beim Neujahrsempfang am Sonntag, 15. Januar 2012. Christian Ude beantwortete die Frage, die der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt aufgeworfen hatte, was denn gewesen wäre, wenn Ude in letzter Zeit am Ruder gewesen wäre und nicht 55 Jahre die CSU.

Man hätte sich - so Ude - schon viel früher von der Atomkraft verabschiedet und nicht erst seit der Katastrophe von Fukushima. Bayern und Deutschland wären dann 10 bis 20 Jahre weiter in der Energiewende, bayerische und deutsche Firmen wären auf dem Weltmarkt führend.

Ude hielt eine Grundsatzrede zur bayerischen Landespolitik der SPD. Die Rede war in die Gegenwart und teilweise schon in die Zukunft gerichtet. Was würde er als Ministerpräsident besser machen als seine jetzigen Kollegen von der Regierungsseite. So verwies Ude im Bereich Bildungspolitik auf die unbedingte Streichung der Studiengebühren, die soziale Ungerechtigkeit bei der Verteilung der Bildungschancen unnötig forcieren. Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass das Geld aus anderen Quellen kommen müsse, denn ohne diese Mittel seien die bayerischen Universitäten nicht mehr wettbewerbsfähig. Eine Absage erteilte er schnellen Reformen um der Reformen willen. Was sich bewährt hat, bleibt erhalten. Diese differenzierte Sichtweise der aktuellen Herausforderungen zog sich wie ein roter Faden durch Udes Rede: keine Platitüden, kein Bierzeltgehabe, keine markigen Sprüche in Richtung des politischen Gegners.

Dieser Anspruch auf Übernahme von Verantwortung, der seine Kraft aus dem Gestaltungwillen schöpft und sich nicht in Selbstverliebtheit und Eigenlob erschöpft, kam bei den Augsburger Genossinnen und Genossen und denen, die aus dem Umland ins Rathaus gekommen waren, bestens an. Mit Standing Ovations wurde Ude in die "Nachbargemeinde München" - übrigens ein 'running gag' der gesamten Rede - nach Hause geschickt.

"Hausherr" Stefan Kiefer hatte vorher schon klar gemacht, dass es sowohl in der Landespolitik als auch im Augsburger Rathaus höchste Zeit für einen poliltischen Wechsel sei.

Wie später Ude sparte auch er nicht mit Humor und ließ die Blamagen der CSU-Stadtregierung für sich sprechen: Er spannte in seiner Rückschau den Bogen vom Siebenschwabenstreich Eisstadion über teure Flop-Projekte wie "KUSPO", für das man Augsburg in ganz Deutschland beneide, bis hin zur peinlichen Abspaltung der CSM von der CSU, die die SPD immerhin zur stärksten Fraktion im Rathaus gemacht habe.

Leider konnte Kiefer auf Grund einer ungeheuer langen Begrüßungsliste, die er zwar mit Bravour meisterte, die ihm aber dennoch gut 20 Minuten kostete, nicht noch mehr sein rhetorisches Talent unter Beweis stellen. Einmal in Fahrt gekommen, ist Stefan Kiefer ein eloquenter Redner, bei dem das Zuhören Spaß macht. Allemal besser als das platte Augschburgerisch unseres derzeitigen Oberbürgermeisters.

Sowohl nach Kiefers als auch nach Udes Rede hatte man eigentlich nur den einen Wunsch, dass es bald zu den in Aussicht gestellten Wechseln kommt.

Bei ausgezeichneter Verpflegung und guten Getränken schwelgten unsere Genossinnen und Genossen bis in den Nachmittag in diesen schönen Träumen vom Wechsel, die sich hoffentlich 2013 und 2014 erfüllen werden.

 
 

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