Über jedes Kind hatte der Nilolaus etwas zu berichten, später dann fragte er reihum nach den Weihnachtswünschen "Lasst uns froh und munter sein" sangen die Kinder bei der traditionellen Nikolausfeier in Deuringen - drei Tage früher als die Kinder im Umland. Bei überwiegend trockenem Wetter stimmten die "Leitershofer" mit Weihnachtsliedern ein. Bewährt der Auftritt von Karl Pösl, der als gelernter Pädagoge einfach weiß, wie man für die Kinder die Spannung steigert. Bemerkenswert war auch der Leseauftritt von Robin, der erneut überzeugen konnte und ein für allemal mit dem Klischee aufräumte, Buben könnten nicht gut vorlesen. Dann war es soweit: Eindrucksvoll der Auftritt des Heiligen Nikolaus, der mit Knecht Ruprecht sich auf den Weg nach Deuringen gemacht hatte.
Während er im Vorjahr aus dem verschneiten Wald zu den Kindern kam, waren dieses Mal eher Gummistiefel gegen die Nässe vonnöten. Nikolaus und sein mit Augenmaß agierender Knecht Ruprecht kamen bei den Kindern bestens an. Sie wurden mit frei vorgetragenen Weihnachtsgedichten erfreut und wussten sehr viel über die Deuringer Kinder.
Besonders amüsant für die Eltern und die erwachsenen Besucher war dann die Frage nach den Weihnachtsgeschenken. Ohne Umschweife teilten die Kinder mit, was auf ihrem Wunschzettel ganz oben steht. Haustiere, wie ein Hund und drei Meerschweinchen (für jedes Kind in der Familie eines), waren ebenso beliebt wie das klassische Spielzeug (Motorrad, Puppenküche etc.).
In einem Fall hatte der Nikolaus keinen Erfolg. Ein Kind saugte angesichts der Aufregung fest an seinem Schnuller. So bot der Nikolaus an, den Schnuller gegen ein Spielzeug einzutauschen. Auf solche Geschäfte wollte sich aber der "Schnulli-Fan" nicht einlassen und vergrub sich noch fester in den Arm der Mama.
Fazit: Ein gelungener Abend, für den die Besucher der SPD-Deuringen herzlich danken. Nikolaus und Knecht Ruprecht - sehr gut; Würstel, Glühwein und technische Abwicklung - sehr gut; Wetter - ausbaufähig.
Ach ja, wie nass es war, bekamen Herr Wiedemann von der JM Light & Sound GbR und sein Mitarbeiter Marco zu spüren: Als längst alle Kinder nach Hause gegangen waren und die ganze Technik im Bus verstaut war, blieb dieser in der nassen Wiese stecken. Selbst kräftige "Schieber" wie Otto und Herbert konnten da nichts ausrichten.
Dankenswerterweise schleppte ein hilfsbereiter Tuareg-Fahrer die beiden aus dem Schlamm, so dass auch diese Geschichte ein gutes Ende nahm.