Wolfgang Fetzer hat das Wort

Veröffentlicht am 10.03.2011 in Bundespolitik

Eigentlich wollte sich unser Ortsverein zurückhalten. Vieles ist geschrieben worden, manches traf den Nagel auf den Kopf. Da will man sich nicht in die Reihe der Redner drängen.

Bei der gestrigen Aschermittwochs-Rede unseres Ministerpräsidenten hatte man jedoch zeitweise das Gefühl, man wäre auf dem Nockerberg. Unseren Wolfgang Fetzer konnte jedenfalls nichts mehr halten. Hier sein Statement:

Gestern in Passau hat also Horst Seehofer einer begeisterten CSU – Zuhörerschaft verkündet, dass die CSU „alles tun werde“, um Herrn zu Guttenberg möglichst bald wieder in die Politik zurückzuholen. Soll heißen zu rehabilitieren. Da wird so getan, als ob er nichts Schlimmeres getan habe, als in der Schule beim Banknachbarn abzuschreiben.

Mal Klartext:

Wer in der Schule abschreibt, tut dies zumeist mit dem Einverständnis des Banknachbarn und zwar weil er zu faul zu lernen war. Das nennt man Unterschleif und wird üblicherweise mit der Note sechs bestraft.

Herr zu Guttenberg, der es einer Ausnahmegenehmigung des Dekans der juristischen Fakultät verdankte, dass er überhaupt eine Doktorarbeit schreiben durfte, wozu sein Notenschnitt eigentlich nicht gereicht hätte, hat zwei Drittel seiner Doktorarbeit von anderen Autoren abgeschrieben – auch von seinem Doktorvater – oder vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages schreiben lassen. Und zwar ohne dies kenntlich zu machen. Er hat also fremdes Gedankengut als sein eigenes ausgegeben. In diesem Umfang sicher nicht zufällig oder versehentlich!

Das hat mit wissenschaftlichem Arbeiten, wie es in einer Doktorarbeit verlangt wird, nichts zu tun. Und das ist auch kein Kavaliers- oder Bagatelldelikt!

So etwas nennt man Betrug, Diebstahl geistigen Eigentums, Verletzung des Urheberrechts und es wird strafrechtlich verfolgt. Mittlerweile beschäftigt sich ja auch die Staatsanwaltschaft damit.

Unter solchen Umständen kann man kein Ministeramt ausüben und schon gar nicht ein so hochsensibles wie das des Verteidigungsministers. Sein Rücktritt war also eine logische und notwendige Konsequenz.

Und noch etwas: Die von seinem Vater und seinen „Fans“ beschworene „Hexenjagd“ war zum einen keine, denn eine Hexenjagd hat Unschuldige als Opfer. Zum anderen wurde sie auch nicht von der Presse und der bösen SPD betrieben, sondern sie fand in einem Internetforum statt, in dem seine Doktorarbeit - unter anderem auch von Wissenschaftlern - seziert wurde.

 
 

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