Stefan Hippler zu Gast in der Evangelischen Friedenskirche

Veröffentlicht am 10.11.2012 in Allgemein

Sie stärkten sich nach der Lesung und Diskussion mit fair gehandelten Produkten (v.l.n.r): Christine Weiner, Dr. Simone Strohmayr, Stefan Hippler und Ulrike Alban

Für einen kleinen, südafrikanischen Jungen in einem Krankenhaus in Kapstadt gibt es keine Chance, er wird in den nächsten Tagen an AIDS sterben. Aber er hat einen Wunsch: Er will eine Geburtstagsparty. Also macht sich Pfarrer Hippler daran, diese zu organisieren, denn seinen wirklichen Geburtstag wird der Junge nicht erleben.

Schließlich läuft alles nach Wunsch: Es gibt Musik, es kommen Freunde, liebevoll verpackte Geschenke müssen ausgepackt werden, es wird gesungen, kurz die Party läuft wie am Schnürchen. Der Junge, der wenige Tage später stirbt, ist zu schwach, um die Päckchen selbst zu öffnen, nur ein Lächeln huscht über sein Gesicht, er freut sich, dass sein letzter Wunsch erfüllt wurde.

Mit diesem und einem zweiten Text, der sich mit der Stigmatisierung der HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen beschäftigt, macht der katholische Pfarrer und Aids-Aktivist gleich zu Beginn seiner Lesung das Publikum betroffen. Die Texte stammen aus seinem Buch Gott, AIDS und Afrika.

Stefan Hippler ist nicht der Liebling seines Bischofs, denn er spricht unbequeme Wahrheiten aus und scheut auch nicht die Auseinandersetzung mit der Amtskirche. Ihm geht es nicht um Kirchenlehre oder Dogmen, sondern darum, den erkrankten Menschen zu helfen. Hierzu hat der sympathische Pfarrer, der so nebenbei die deutschsprachige Gemeinde in Kapstadt wiederbelebt hat, die Hilfsorganisation HOPE gegründet.

Trotz seines aufopferungsvollen Wirkens bleiben die Zahlen alarmierend: Die AIDS-Katastrophe in Zahlen: Pro Stunde beklagt man in Afrika 400 Neuinfektionen, 285 Tote, 340 Kinder, die ihre Eltern verlieren, und 100 Kinder, die ihren Lehrer verlieren. "Ihr Tod ist sinnlos", so Hippler, "denn die Medikamente, die bei HIV-positiven Patienten, den Ausbruch von AIDS erheblich verzögern können, sind längst erfunden."

Ulrike Alban, Leiterin des AWO-Zentrums für Aiks-Arbeit Schwaben, ergänzte aus ihrem Arbeitsgebiet. Zwar seien die Zahlen und Trends in Europa wesentlich ermutigender, aber dennoch besteht noch längst keine Veranlassung, sich beruhigt zurückzulehnen.

Unter der Leitung der Veranstalterin MdL Dr. Simone Strohmayr, Entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, fand im Anschluss eine angeregte Diskussion statt.

Den Rahmen schuf Christine Weiner von der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Stadtbergen. Sie berichtete, dass das von ihr angestoßene Projekt in Stadtbergen auf einem guten Weg sei, weil es von allen Parteien unterstützt werde. Vor der Veranstaltung hatte ihr Mann Pfarrer Adam Weiner die Gäste und die Referenten sehr herzlich begrüßt.

Wenn es gewollt war, dass den Pfarrsaal viele nachdenkliche Stadtbergerinnen und Stadtberger verließen, dann hat die Veranstalterin ihr Ziel erreicht. Pfarrer Stefan Hippler durfte sich über Euro 250,00 freuen, die von den Besuchern für sein Projekt gespendet worden waren.

Wenn auch Sie/ihr spenden wollt, bitten wir - auch im Namen von Stefan Hippler - um Überweisung auf folgendes Konto:

HOPE-Kapstadt-Stiftung
BFS Köln
Konto 82 69 500
BLZ 370 205 00
SWIFT/BIC BFSWDE33XXX
IBAN DE15 3702 0500 0008 2695 00

Wer sich über Stefan Hipplers Pionierarbeit informieren will, folge diesem Link:

http://www.hope-kapstadt-stiftung.de/

 
 

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