Auswirkungen der Universitiätsklinik auf Stadtbergen - Stellungsnahme der SPD

Veröffentlicht am 25.11.2016 in Kommunalpolitik

Als Resümee ist festzuhalten: Wir freuen uns auf die medizinische Fakultät der Uni Augsburg. Wir hoffen darauf, dass die Stadt in Zukunft verstärkt in die konkretisierende Planung des Campus einbezogen wird und die nachbarschaftlichen Belange dabei im Rahmen des Möglichen beachtet werden.

Die Entscheidung, in Augsburg eine Uni-Klinik zu errichten ist, bedeutet für den Raum Augsburg eine erhebliche Aufwertung. Wir freuen uns darüber, dass Augsburg endlich damit beglückt worden ist. Seit den ersten Vorstößen hierfür sind immerhin nahezu 50 Jahre vergangen.

Vor allem das Klinikum und die Universität werden davon profitieren. Dies strahlt jedoch auf den Gesamtraum aus. Das Standortprofil des Raumes erhält deutlichere Konturen und wird daher nach außen hin besser wahrnehmbar, ganz abgesehen von den erheblichen finanziellen Entlastungen und der qualitativen Aufwertung der medizinischen Versorgung.

Die universitären Anlagen müssen natürlich im Umfeld des Klinikums errichtet werden. Die Kriterien der konkreten Standortbestimmung konnte ich jedoch aus den Unterlagen nicht entnehmen, gehe jedoch davon aus, dass sie funktional festgelegt worden sind. Wir werden uns sicherlich als Nachbarstadt nicht generell dagegen stellen, hoffen jedoch, dass nachbarschaftliche Belange in den weiteren Planungsschritten ausreichend berücksichtigt werden. Dies betrifft v.a. die verkehrliche Anbindung, aber auch die bauliche und grünordnerische Gestaltung der Flächen.

Grundsätzlich können wir uns mit der bisherigen verkehrlichen Anbindung einverstanden erklären. Weitere Hinweise und Änderungen werden vermutlich nach der Vorlage des Verkehrsgutachtens erfolgen. Ein weiterer Ausbau der Zuführungsstraßen ist aufgrund der beengten Lage kaum möglich. Also werden auch Verkehrslenkungsmaßnahmen notwendig werden. Wir gehen in diesem Fall davon aus, dass die Stadt die Kosten für zusätzliche verkehrliche Maßnahmen die für uns anfallen, übernehmen wird. Das Allheilmittel Straßenbahnlinie 5 wird jedenfalls nicht alleine ausreichen, um eine ansprechende und für uns akzeptable Regelung zu bekommen. In diesem Zusammenhang wird auch zu überprüfen sein, ob die Lage des Parkhauses am westlichen Bebauungsrand und damit auch die Zufahrtsstraße notwendig sind.

Unklar ist auch noch, ob die Restflächen unmittelbar an unserer Stadtgrenze irgendwann einbezogen werden sollen und welche Nutzungen hierfür vorgesehen wären. Diese Flächen dürften kaum auf Dauer landwirtschaftlich genutzt werden.

Die Abstufung der Gebäude zum Stadtrand hin finden wir positiv. Im Randbereich sollte die Bebauung die wesentlichen baulichen Linien, die sich hierfür auf Stadtberger Gebiet finden, aufgreifen. Dies sollte bei der Konkretisierung der Planung Berücksichtigung finden.

Auch die Grünordnung im Baugebiet ist bisher nur in groben Zügen angedacht. Eine gestalterische Durchgrünung und Randeingrünung wird offensichtlich erst später festgelegt. Wir gehen davon aus, dass eine optimale Gestaltung auch im Eigeninteresse der Stadt liegt.

Um hier mehr Klarheit zu bekommen, schlagen wir vor, einen fachkundigen Vertreter der Stadt Augsburg einzuladen, das Konzept und die Überlegungen hierzu vorzustellen. Aus den vorgelegten Unterlagen ist dies jedenfalls noch nicht erkennbar.

 
 

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