Wir gestalten mit: Stadtbergen darf nicht am Verkehr ersticken

Veröffentlicht am 12.07.2015 in Verkehr

Stadtbergen bekommt eine dritte Straßenbahnlinie. Statt im Bus im Stau zu stehen, wird es vielleicht im Jahr 2019 möglich sein in 17 Minuten vom Klinikum über die Ackermannstraße in die Augsburger Innenstadt zu kommen. Bevor es jedoch zur schnellen Fahrt kommt, muss erst einmal geplant und gerechnet werden, Schwachstellen müssen gelöst werden, denn eines darf nicht passieren: Stadtbergen darf nicht im Verkehr ersticken. Dieses ist möglich – für den Königsplatz haben viele den Verkehrskollaps geplant, dort läuft der Verkehr auch die Straßenbahnlinie in Richtung Friedberg funktioniert. Das Auto wird als Verkehrsmittel zunehmend an Bedeutung verlieren, die Verkehrsteilnehmer werden künftig mehr teilen. Aktuell gibt es ausleihbare Fahrräder, auch in Stadtbergen wird es Autos zum Ausleihen geben.  Bevor es soweit ist, sind hohe Hürden zu überwinden. Die Diskussion am letzten Mittwoch war dem Stadtrat unwürdig und zukunftsblockierend. Die SPD Fraktion ist sich ihrer Verantwortung bewusst und gestaltet auch bei diesem Sachverhalt konstruktiv mit. Beiliegend der Beitrag der SPD Fraktion:

Der SPD Fraktion Stadtbergen ist es wichtig, unsere Stadt mit einer zusätzlichen Straßenbahnlinie anzubinden, viele Menschen aus de Polkstraße, aus dem Leiterle und dem Kleeanger nutzen heute bereits die Buslinie 32 um in die Stadt zu kommen. Allerdings hat die Leidenschaft ihre Grenzen, die wir im Februar 2015 bereits in einer Pressemitteilung bekannt gegeben haben und die Problemzonen haben sich zum aktuellen Stand nicht verändert.

Es ist trotz Anregungen von Seiten der SPD in Stadtbergen oder der SPD im Kreistag zu keiner Veränderung gekommen. Wir wollen die Straßenbahn aber nicht mit dem Preis, dass Stadtbergen und Deuringen und Leitershofen an Verkehr erstickt, weil die Straßenplaner es nicht geschafft haben, die B17 Kreuzung zu entschärfen, weil sie es nicht geschafft haben an der Kreuzung Hagenmähderstraße / Kriegshaberstraße eine vernünftige Lösung zu schaffen und weil zusätzlich auf der Höhe des Park & Ride Platzes beim Obi eine zusätzliche Stauquelle eingeführt haben.

Wir sind heute in einer Informationsveranstaltung, Beschlüsse machen aktuell noch keinen großen Sinn, das Projekt wird in einem Planfeststellungsverfahren entschieden, bei dem unsere Meinung einfließt. Wir sehen den heutigen Abend an, um mehr Informationen über die Beweggründe zur Trassenführung zu bekommen. Vor Aufnahme des Planfeststellungsverfahrens sollten wir ein gemeinsames Papier mit allen Fraktionen abstimmen. Den heutigen Abend halten wir für zu früh.

Aktuell haben wir nur Vermutungen, aktuelle Verkehrszählungen gibt es nicht, in Ihrem Vortrag habe ich gehört, dass 10.000 Fahrten von Auto auf Bus und Bahn verlegt werden, das bedeutet 5000 weniger Autofahrten oder dass 4.000 zusätzliche Fahrten in Anspruch genommen werden, auf Grund des guten Angebots.

Im Einzelnen stellen wir folgende Fragen:

Die Hessenbachstraße/Bgm.Ackermann Straße ist der neuralgische Punkt, wenn es dort nicht gelingt, die Autos abzuleiten, dann stauen sich die Autos in den Westen, auch bis nach Stadtbergen und die Autofahrer suchen sich einen Weg über Stadtbergen. Warum ertüchtigen Sie nicht die Wertachbrücke und schaffen damit eine Zukunftslösung?

Nach den Planungen haben wir im Kreuzungsbereich Hagenmähderstraße / Bgm. Ackermannstraße eine zusätzliche Haltestelle. Wie wirkt sich diese Haltestelle auf den Verkehrsdurchfluss der Autos aus, wie viele Autos können heute ohne Haltestelle abbiegen oder geradeaus fahren, wie viel sind es in Zukunft, für diesen Sachverhalt gibt es sicherlich vergleichende Situation in Augsburg oder überregional

Im Bereich der Reese-Kaserne und Centerville wird kalkuliert mit einem Anstieg der Einwohner um 2000 Menschen bis 2025 und der Arbeitsplätze um 600. Weiter westlich habe ich aktuell keine Zahlen gehört - das Wohngebiet dort ist bereits sehr dicht bebaut. War es in der Überlegung, die Straßenbahnführung im Bereich der Reesekaserne in Richtung Ulmer Straße abbiegen zu lassen?

Das Abzweigen auf die B17 und das Herausfahren aus de B17 macht uns große Sorgen, bereits heute staut sich trotz intelligenter Ampelschaltung der Verkehr bis auf die B17 zurück, auch das Linksabbiegen verursacht einen Stau Richtung Westen. Wir hören, dass es dort auf Grund der früheren Planung für Panzer breitere Fahrspuren gibt und diese für die Straßenbahn verändert werden, wir zweifeln die Aufnahme mit den aktuellen Autos an und vermuten dort ein Engpasssituation, die die Autofahren eine Ausfahrt weiterfahren lassen um dann gequält durch Stadtbergen zurückzufahren.

Trotz oder gerade wegen unserer Fragen bedanken wir uns bei Ihnen für die Bereitschaft nach Stadtbergen zu  kommen.

 
 

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Stadtrat und Rathaus

Die SPD Fraktion hat sich in der Vergangenheit immer wieder für eine transparente und zeitnahe Informationspolitik ausgesprochen. Wir wollen den (interessierten) Bürger über aktuelle Sachverhalte im Stadtrat und den Ausschüssen informieren. Aus diesem Grund haben wir auch den Antrag auf ein digitales Amtsblatt mit einer Newsletterfunktion gestellt. Leider wurde Antrag nicht 1:1 umgesetzt, weil es angeblich im vorhandenen Softwarewerkzeug nicht geht.

Was wollen wir stattdessen tun:

Wir werden zeitnah die Tagesordnung einstellen, in einem weiteren Abschnitt unsere Redebeiträge und in einem weiteren Abschnitt für uns wichtige Sachverhalte. Welche Meinung haben Sie dazu? Bitte schreiben Sie uns an unter info@spd-stadtbergen.de oder rufen uns an unter 0151 11037725.

vielen Dank.

Roland Mair
Fraktionsvorsitzender

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