Quo vadis Maria-Hilf-Viertel?

Veröffentlicht am 26.06.2020 in Allgemein

Bebauungsplan S 90 "Zwischen Maria-Hilf-Straße, Am Wiesle, Unterer Stadtweg und B 17", Vorstellung der städtebaulichen Untersuchung; Beschluß über die Festlegung der Grundzüge der Bauleitplanung, sowie der weiteren Vorgehensweise

 

Unser Redebeitrag in der Stadtratssitzung am Donnerstag, den 26.06.2020

Die SPD-Fraktion hat sich im letzten Stadtrat für die Aufstellung eines Bebauungsplan eingesetzt. Wir sind der festen Überzeugung, dass dieses angenehme und sympathische Viertel von Stadtbergen in Zukunft einem Wandel unterliegen wird. Die Häuser sind in einer lockeren Bebauung angeordnet, mittlere bis größere Gärten sind den Häusern angegliedert. In dem Wohngebiet verändert sich die Bevölkerung, viele Menschen, die dort nach dem zweiten Weltkrieg ihr zu Hause gefunden haben, ziehen weg, verkleinern sich, gehen in das Seniorenheim.

Häufig werden die Immobilien veräußert, in dem Glauben „es bleibt wie es ist“. Die Ansprüche an größere Wohnungen, andere Zimmeraufteilungen werden höher und zunehmend wird der Druck größer, verdichtet zu bebauen. Den Anlaß für den Bebauungsplan ist ein Bauvorhaben, das gefällig ist, jedoch uns auch nochmals eindeutig dargelegt hat, warum es sinnvoll ist dort einheitliche Vorgaben in Form eines Bebauungsplan zu definieren.

In der Vorlage selbst wird vorgeschlagen, ob aufgrund der vorhandenen Struktur und der derzeit vorhandenen geringen potentiellen Nachverdichtungsflächen, insgesamt an der Aufstellung des Bebauungsplanes festgehalten werden sollte. Im Bebauungsplan könnte allenfalls neben dem zulässigen Maß der baulichen Nutzung auf die Gestaltung der Gebäude und die überbaubaren Grundstücksflächen eingegangen werden. Auch wird uns nahegelegt, dass es sich bei der Bauleitplanung um ein schwieriges Verfahren handeln wird, da es aufgrund der Nähe zur Bundesstraße neben zahlreichen Immissionsschutzauflagen ggf. auch dazu kommen kann, dass einzelne Grundstücke bzw. Teilbereiche nicht mehr bebaut werden können.

Die SPD-Fraktion ist auch weiterhin der Meinung, dass wir die unterschiedlichen Bestandteile eine Bebauungsplan diskutieren und entscheiden müssen. In einem Bebauungsplan ist die Art der baulichen Nutzung, das (zulässige) Maß der baulichen Nutzung, die überbaubaren Grundstücksflächen und die örtlichen „Verkehrsflächen“ festzulegen.

Wir wollen in einem künftigen Bebauungsplan das Grün dort erhalten, gleichzeitig einer moderaten Nachverdichtung nicht im Weg stehen. Unser Wunsch ist es, dass künftige Neubauten sich in definierten Flächen mit Grenzen befinden. Auch bei der Außengestaltung wollen wir bei der Außengestaltung natürliche Baumaterialien vorfinden und auch beim Dach wollen wir an der Tradition dort festhalten und Vorgaben definieren.

Auch wollen wir Menschen, die künftig dort wohnen vor Verkehrslärm schützen. Dort führt die stark befahrene Bundesstraße mit gesundheitlichen Auswirkungen auf das Gebiet. Mit Festlegungen innerhalb des Bebauungsplan sorgen wir dafür, dass Bauvorhaben nicht auf Flächen entstehen, die auf Dauer gesundheitliche Schäden für die Bevölkerung haben.

Die Anzahl der Wohnungen hat uns die Verkehrsproblematik widergespiegelt. Wir haben in Stadtbergen zu wenig Parkplätze - auch dort. Wir müssen sicherstellen, dass sich nicht zusätzliche Autos auf engen Zufahrtswegen zum Wohnhaus quälen sollen. Aber wir haben auch gehört, dass wir über die Anzahl der Wohnungen nicht entscheiden können. Unser Meinung ist es sinnvoll zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, aber dort wo er ohne großen Aufwand erreichbar ist, in den Teilen, die dem öffentlichen Verkehrsraum nahe sind.

Wir haben auf Grund der Argumente dargelegt, dass wir weiterhin an der Aufstellung des Bebauungsplans festhalten und bitten um Ausarbeitung.

 
 

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Die SPD Fraktion hat sich in der Vergangenheit immer wieder für eine transparente und zeitnahe Informationspolitik ausgesprochen. Wir wollen den (interessierten) Bürger über aktuelle Sachverhalte im Stadtrat und den Ausschüssen informieren. Aus diesem Grund haben wir auch den Antrag auf ein digitales Amtsblatt mit einer Newsletterfunktion gestellt. Leider wurde Antrag nicht 1:1 umgesetzt, weil es angeblich im vorhandenen Softwarewerkzeug nicht geht.

Was wollen wir stattdessen tun:

Wir werden zeitnah die Tagesordnung einstellen, in einem weiteren Abschnitt unsere Redebeiträge und in einem weiteren Abschnitt für uns wichtige Sachverhalte. Welche Meinung haben Sie dazu? Bitte schreiben Sie uns an unter info@spd-stadtbergen.de oder rufen uns an unter 0151 11037725.

vielen Dank.

Roland Mair
Fraktionsvorsitzender

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