In der letzten Stadtratssitzung am 27.06.2024 informierte der Bürgermeister über den Ablauf des Hochwassers am ersten Juniwochenende. Die SPD-Fraktion hat sich gleichfalls Gedanken gemacht, wie wir den Folgen des Klimawandels künftig begegnen können. Lesen Sie unseren Redebeitrag
Vielen Dank an den Bürgermeister für die Schilderung bei der aktuellen Hochwasserkatastrophe am ersten Wochenende. Den aktuellen Sachverhalten kann ich wenig hinzufügen. Ergänzend will ich einige Sachverhalte ergänzen, die ich für wichtig halte.
Bei diesem Thema ist Lob ein wichtiges Wort. Ein Mitglied der CSU-Fraktion, Michael Niedermair hat sich in der Sitzung am 15. 07.2021 unter dem Punkt Verschiedenes zu Wort gemeldet und folgenden wichtigen Satz gesagt: „Für die Stadt ist sehr wichtig gewesen, die vor Jahren getroffene Entscheidung der Stadt Stadtbergen Rückhaltebecken zu bauen.
Hochwasser – davon ist auch Stadtbergen nicht immer verschont geblieben. In den 60-iger Jahren wurde die Stadt von den Wassermassen überrollt. Dann war jahrzehntelang Ruhe und ich zitiere einen Mann, der nicht nur bei dem Thema Hochwasser das Richtige getan hat: "Stadtbergen – eine hochwasserfreie Zone? Wer so spekulierte, verspekulierte sich", so Dr. Ludwig Fink (SPD), Bürgermeister von Stadtbergen. In Zusammenarbeit mit allen Fraktionen des Stadtrats hat er zusammen mit den Fraktion Stadtbergen auf Jahrzehnte hinaus vom Hochwasser verschont.
Im Juni 2007 wurde der Nikolausdamm eingeweiht, 3 Jahr später folgte das Becken „Südlich der Halden“, das Rückhaltebecken an der Goebelwiese gab es bereits. Trotz Schwierigkeiten mit dem damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, der von heute auf Morgen die Zuschüsse streichen wollte, haben wir gemeinsam ein Mammutprojekt auf die Beine gebracht.
Neben den Deichen, vor ein paar Tagen noch Dämme genannt, ist es notwendig, die Infrastruktur in Ordnung zu halten. So wird der Schlaugraben regelmäßig gereinigt, die Durchflüsse von Dreck befreit. Und auch mit der Stadt Augsburg in Hochwasserzeiten ein intensiver Kontakt gepflegt, weil unser Wasser über den Schlaugraben in die Wertach fließt.
Trotz dieser Maßnahmen brauchst du einen gut ausgestatteten Katastrophenschutz wie Feuerwehr, THW, Wasserwacht und Rotes Kreuz und vielen anderen Organisationen und auch engagierten Bürger. Wichtig ist heute Abend das Wort „Danke“ zu sagen, wichtig für die Organisationen ist es auch ihre Ausstattung auf aktuellen Stand zu halten, die Fortbildung zu gewährleisten und für Nachwuchs zu werben. Da ist das Dankeschön die Butter aufs Brot.
Und dieses Hochwasser uns auch zwei ToDo's auferlegt: Einhalt zu gebieten beim Zulassen von versiegelten Flächen. Und weiterhin auf die Einsicht der Menschen zu hoffen. Wer in einem abgesperrten Bereich am Nikolausdamm seinen Hund frei laufen lässt, der vor Übermut in das Rückhaltebecken springt und eine Hundebesitzerin, die hinterherspringt, dass lässt einen am Verstand zweifeln. Kopf. Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungswagen, Notarzt, Rettungshubschrauber haben sich auf den Weg gemacht, um Leben zu retten. Deswegen bitte ich die Stadtberger nicht dem Katastrophentourismus zu folgen. Lassen sie die Feuerwehr und den anderen Organisationen ihre Aufgabe machen und schaffen sie keine zusätzliche Arbeit mit solchen Aktionen.
Wir müssen uns weiterhin Gedanken machen, in den letzten Jahrzehnten war es das Hochwasser, künftig kann ich mir auch die Trockenheit und das Aufheizen unserer Stadt vorstellen. Deswegen der Appell diese Themen regelmäßig in unserem Gremium behandeln. Dazu stellen wir auch gerne einen Antrag.