Anfragen zur Gewerbeansiedlung zwischen Panzerstraße und Dr.-Frank-Straße, Grundsatzentscheidung zum weiteren Vorgehen
Eigentlich hätte es eine kurze Diskussion geben können. Der Stadtberger Stadtrat hat im Oktober 2015 gegen drei Stimmen für die weitere Planung einer Ansiedelung von Stadtberger Unternehmen (insbesondere Erhardt & Leimer) gestimmt. Für die SPD Stadtbergen ist es selbstverständlich, dass es für einheimische Firmen in der eigenen Kommune Platz geben kann. Die CSU hat in diesem Sachverhalt für Stillstand gestimmt und die Entscheidung zum Kippen gebracht. Warum die SPD für die Fortführung der Planungen gestimmt hat, zeigt die Rede des Fraktionsvorsitzenden auf
Der Sachverhalt zur Gewerbeansiedelung zwischen Panzerstraße und Dr.- Frank-Straße ist nicht neu im Stadtrat. Bereits in der Vergangenheit wurde vom Stadtrat darüber diskutiert. Fazit: Es ist nicht die Alternative zur B300, es ist ein eigenständiges Gebiet, das seit vielen Jahren in der Planung steht und dessen Realisierung unter gewissen Voraussetzungen nahegetreten werden kann.
Die SPD Fraktion sieht sich in der Verantwortung gegenüber den Anwohnern. Auch hält sie es für erforderlich, jede Maßnahme zur Versiegelung von freier Landschaft kritisch zu überprüfen. Eine Kommune kann aber gestalten, wenn ihr die entsprechenden Grundstücke gehören. Das ist dort zum Teil der Fall und wir haben es in der Hand welche Art von Gewerbe sich dort ansiedeln kann. Die SPD hat sich zusammen mit den anderen Parteien und Organisationen Gedanken zur Stadterhebung gemacht und sich dabei auch ein Bild für die künftige Entwicklung in Hinsicht auf eine maßvolle Gewerbeansiedelung überlegt.
Wir wollen keine lärmenden Industriebetriebe, die 24 Stunden am Tag produzieren, wir wollen keine Einkaufstempel, die wir bereits im Gewerbegebiet nördlich der B300 haben. Wir wollen hochwertiges Gewerbe, das in der Zukunft seinen Platz hat. Wir wünschen uns eine Ansiedelungspolitik, die weniger auf Flächenverbrauch ausgerichtet ist, die hochwertige Arbeitsplätze anbietet und die in das Gesamtbild von Stadtbergen passt.
Ein Bürogebäude können wir uns dort gut vorstellen. Damit verbunden sind in der Regel immissionsarme hochwertige Arbeitsplätze, die Verkehrsbelastung durch die Arbeitnehmer liegt in einem eng definierten Zeitrahmen. Wir wollen dort keine Logistikunternehmen, auch nicht für den Internethandel, weil an- und abfahrende 2,8 T Transporter die Straßen zusätzlich belasten, auch wollen wir keine flächenfressenden Unternehmen wie Discounter. Wir können Signale für eine den Stadtberger Strukturen angepasste gewerbliche Entwicklung setzen. Jedem Unternehmen eine Fläche anzubieten, ist unseres Erachtens kontraproduktiv. Wir haben in der Region Augsburg ausreichend Möglichkeiten für jede Art gewerblicher Entwicklung, ob in der Stadt Augsburg oder im Landkreis Augsburg. Den positiven Nebeneffekt der Gewerbesteuer nehmen wir mit, auch wenn wir am Anfang auf Grund der neuen Gewerbe erst einmal nicht damit rechnen können.
Die SPD spricht sich für weitere Planungen aus, sie lobt ausdrücklich die neue Art der transparenten Vorgehensweise, die Planungen bereits zu Beginn im öffentlichen Teil zu behandeln, nachdem auch dieser Sachverhalt in den letzten Sitzungen immer im nicht öffentlichen Teil war.