Besserer Lärmschutz für die neu eingeweihte B 17

Veröffentlicht am 02.11.2010 in Kommunalpolitik

Nach der gelungenen Einweihungsfeier des Knotenpunkts Leitershofer Straße am vergangenen Dienstag, 2. November hat die Stadt Stadtbergen schon wieder Grund zu großer Freude: Das Bundesverkehrsministerium stimmt einer Erhöhung der Lärmschutzwände vom Bismarcktunnel bis hin zur Nestacker-Unterführung zu. Westlich der B 17 ist eine 150 Meter lange und fünf Meter hohe Lärmschutzwand vorgesehen, die im weiteren Verlauf bis zum Nestackerweg auf eine Höhe von drei Metern abfällt. Unser Bürgermeister Dr. Ludwig Fink freut sich, dass die Lärmschutzwände um mehr als 1000 Quadratmeter erweitert und damit die Anwohner besser geschützt werden, da der Lärmschutz dadurch erheblich über die errechneten Mindestwerte hinaus verbessert wird. Wörtlich sagte er: "Die Verlängerung der Lärmschutzwände und der zusätzliche Lärmschutzbelag entsprechend unseren Vorschlägen vermindern die Lärmeinwirkung beim Hallenbad und in den benachbarten Wohnbezirken sowie im Fryar-Circle erheblich, die Lärmwerte werden allein dadurch zum Teil halbiert. Ich freue mich mit allen in Stadtbergen Betroffenen darüber, dass wir dieses Ergebnis erreicht haben."

Dr. Fink erreichte diesen Erfolg durch die Nutzung seiner ausgezeichneten Kontakte auf Landes- und Bundesebene und dankt vor allem MdB Eduard Oswald für seinen Einsatz. Der Stadtberger Bürgermeister lehnt sich nach seinem Erfolg aber nicht zurück, sondern mahnt dazu, den Blick auf die Zukunft und eine schnelle Umsetzung zu richten. Während er mit seiner Seifenkiste beim Wettrennen im Rahmenprogramm der Einweihungsfeier seinem Mitstreiter Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zweimal den Vortritt lassen musste, so geht Stadtergens Bürgermeister Dr. Ludwig Fink beim Thema B 17 eindeutig als Sieger durchs Ziel.

Die Arbeiten am Knotenpunkt Leitershofer Straße wurden stets unter Einbeziehung aller poliltischen Kräfte im Stadtrat gemeinsam forciert. Nur so konnte es gelingen, dass nach zweijähriger Bauzeit nach den Anschlussstellen Eichleitnerstraße (1998) und Gabelsbergerstraße (2008) nun auch der dritte Knotenpunkt Leitershofer Straße am 2. November 2010 eingeweiht werden konnte. An der Anschlusstelle Leitershofer Straße wurde die B 17 im Kreuzungsbereich ungefähr 4 Meter abgesenkt und mit einer 180 Meter langen Grundwasserwanne versehen. Die Anbindung von Pfersee und Leitershofen an die B 17 erfolgt über zwei neue Kreisverkehre, die mit einem Brückenbauwerk über der B 17 verbunden sind, über das auch der Geh-. und Radweg geführt wird. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass auch an den Artenschutz gedacht wurde und im Rahmen einer übergeordneten Biotopverbundkonzeption eine 25 Meter breite Grünbrücke über der B 17 errichtet und unter anderem mit Gehölz und Wiesenflächen bepflanzt wurde.

Um die Anwohner zu schützen, wurde beim Umbau des letzten Knotenpunktes auf einer Strecke von ca. 1250 Metern der lärmreduzierende Asphaltbelag verbaut (OPA = offenporiger Asphalt oder Flüsterasphalt), der sich im Bereich Eichleitnerstraße und Gögginger Straße bereits bestens bewährt hat. Angesichts der positiven Entscheidung im Bundesverkehrsministerium fordert der Stadtberger Bürgermeister nun, eine umgehende planerische Umsetzung und einen schnellen Bau der geplanten Lärmschutzmaßnahmen. Es sei ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, den Bau schnell planerisch vorzubereiten und durchzuführen. Die Beeinträchtigungen für Stadtbergen während der Bauphase seien möglichst gering zu halten. Daher gelte es, Umleitungen des Verkehrs durch Stadtbergen auszuschließen. Der Verkehr auf der B 17 solle möglichst wenig behindert werden. Belastungen durch Verkehrsstau und Schleichverkehr seien zwar nicht gänzlich zu vermeiden, sie sollten jedoch minimiert werden.

Die bisherigen Baukosten betrugen insgesamt ca. 16 Millionen Euro, daran beteiligte sich Stadtbergen mit 1,5 Millionen Euro. Der erreichte verbesserte Lärmschutz werde nochmals Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro verursachen, so Dr. Fink. Dies Geld sei jedoch gut angelegt, wenn man bedenke, dass die jüngste Prognose zukünftig von 75.000 Fahrzeugen pro Tag ausgehe.

Das gelungene Einweihungsfest umrahmten die Bigband des Gymnasiums bei St. Stephan und Frau Monika Scherer mit Mann und ihren Schülerinnen und Schülern der Leopold-Mozart-Grundschule, die die politische Prominenz geschickt in ihre Darbietung einbanden.

 
 

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