JA zu mehr Kinderbetreuung. NEIN zum Betreuungsgeld!

Veröffentlicht am 03.07.2012 in Landespolitik

Am vergangenen Wochenende lief die Frist für die Unterschriftenliste zur Massenpetition der BayernSPD gegen das geplante Betreuungsgeld aus. Auch die Mitglieder unserer Ortsvereine haben die Bürger/-innen vor Ort befragt und sich selbst ein Bild von der Stimmungslage in Stadtbergen, Leitershofen und Deuringen gemacht. Und die ist eindeutig. Zuletzt diskutierten vor dem Elias-Holl-Kindergarten MdL Dr. Simone Strohmayr und Ortsvorsitzender Wolfgang Fetzer mit den Eltern, die ihr Kind morgens zum Kindergarten brachten. Bis auf eine Familie sprachen sich alle Befragten gegen das Betreuungsgeld aus und unterschieben die Petition.

Hier geht's zu den Hintergründen zum Betreuungsgeld ...

... Bayern hat einen enormen Nachholbedarf bei Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Bundesweit liegt der Freistaat mit 5,9 Prozent an letzter Stelle in der Ganztagsbetreuung - der Bundesdurchschnitt beträgt 12,9 Prozent (aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes).

Ab 2013 hat jedes Kind unter drei Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz. Der Deutsche Städtetag geht in größeren Städten von einem tatsächlichen Bedarf von 50 Prozent aus. Dieser Bedarf ist bei weitem noch nicht gedeckt. Dies bedeutet: Land und Bund müssen schnell und massiv in den Ausbau der Kindertagesstätten investieren. Das Betreuungsgeld, wie es die CSU anstrebt, wäre also eine krasse Fehlsteuerung von Finanzmitteln, die sowohl die Kinder als auch den Elternteil benachteiligt, der zuhause bleibt, um das Betreuungsgeld in Höhe von € 150,00 zu erhalten. Für Kinder ist eine frühkindliche Erziehung in einer Kindertagesstätte förderlich. Das Betreuungsgeld setzt für die Eltern einen falschen Anreiz. Sie - oder zumindest ein Elternteil - soll keiner oder einer geringen Berufstätigkeit nachgehen., was sich schädlich auf den Aufbau einer Altersvorsorge für den Elternteil auswirkt, der wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten zuhause bleiben muss.

Statt notwendiger Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf senkt das Betreuungsgeld besonders die Frauenerwerbsquote, so lautet das Ergebnis des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), das die Folgen des 2006 in Thüringen eingeführten Betreuungsgeldes wissenschaftlich analysiert hat.

Wenn Familien wirkliche Wahlfreiheit haben sollen, dann muss das Betreuungsgeld gestoppt und die dafür vorgesehenen Gelder in die frühkindliche Erziehung investiert werden – in erster Linie zum Wohle der Entwicklung unserer Kinder. Bildung von Anfang an ist der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit in unserer Gesellschaft.

 
 

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Roland Mair
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