Obdachlosenheim genehmigt !

Veröffentlicht am 27.02.2025 in Allgemein

Die ersten Planungen für ein Obdachlosenheim entstanden 2018, heute wurde einstimmig die Entscheidung getroffen, in die nächste Phase zu beginnen und den Bau einer Interimslösung für den Kindergarten und das Obdachlosenheim zu beginnen. 

Auch wurde in der heutigen Stadtratssitzung wurde die Aussage getroffen, dass man sich über den Bau des Obdachlosenheims nicht freuen dürfe, da es besser wäre, wenn es Obdachlosigkeit gar nicht erst gäbe.
Persönliche Schicksalsschläge wie Arbeitslosigkeit oder Scheidung, aber auch staatliche Maßnahmen wie eine Kürzung / Streichung des Bürgergelds – wie sie von den Konservativen angekündigt wurde – können dazu führen, dass einige Menschen ihr Zuhause verlieren und obdachlos werden.

Unsere Freude war die erarbeitet Lösung. Für uns sind Obdachlose keine Ausseiter, sondern Menschen in unserer Gesellschaft. Anbei der Redebeitrag der SPD-Fraktion, wobei manche Phasen gekürzt oder erweitert wurden, es gilt das gesprochene Wort. 

Sehr geehrter Herr Biedermann,  Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem heutigen Beschluss schaffen wir eine zukunftsfähige Lösung für die soziale Verantwortung unserer Stadt. Die geplante Obdachlosenunterkunft ist nicht nur ein notwendiges Projekt, sondern auch eine Chance, nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll zu handeln.

Die Entscheidung für die Hybridbauweise ist klug und vorausschauend. Sie verbindet die Stabilität eines Massivbaus mit der Nachhaltigkeit einer Holzfassade. Diese Bauweise ermöglicht eine individuelle Nutzung für die Kita-Zwischennutzung und die spätere Obdachlosenunterkunft, ohne starre Einschränkungen durch vorgefertigte Module. Damit denken wir heute schon an die Bedürfnisse von morgen.

Ein zentraler Punkt ist die Wärmeversorgung. Der geplante Fernwärmeanschluss ist die beste Lösung: energieeffizient, wartungsarm und langfristig wirtschaftlich. Sollte sich dies nicht realisieren lassen, muss uns bewusst sein, dass strombasierte Infrarotpaneele nicht die beste Alternative sind. Hier sollten wir prüfen, ob eine Wärmepumpe als effizientere und nachhaltigere Lösung in Betracht kommt.

Positiv ist, dass die PV-Anlage zumindest optional vorgesehen wird. Auch wenn der Baumbestand eine direkte Umsetzung erschwert, ist die Vorrüstung eine vorausschauende Entscheidung, die zukünftige Nachhaltigkeit ermöglicht.

Auch die Erschließung über die Falkenstraße ist sinnvoll und gut durchdacht. Die parallele Einholung der Baugenehmigungen für Kita und Obdachlosenunterkunft spart Verwaltungsaufwand und schafft Planungssicherheit.

Insgesamt ist der Beschlussvorschlag ein guter Kompromiss zwischen sozialer Verantwortung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Wir als SPD-Fraktion begrüßen diese Planung und werden sie mittragen – allerdings mit dem Wunsch, dass die Prüfung einer effizienteren Heizalternative im Blick bleibt, falls die Fernwärme nicht realisierbar ist.

Ein solches Projekt kann nur erfolgreich sein, wenn wir die Bevölkerung frühzeitig einbinden und transparent kommunizieren. Die SPD-Fraktion steht hinter einer zentralen Lösung, weil sie effiziente Betreuung, kurze Wege zu sozialen Hilfsangeboten und eine bessere Integration ermöglicht. Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen der Anwohner ernst. Deshalb setzen wir auf frühzeitigen Dialog, Informationsveranstaltungen und offene Gespräche mit der Bürgerschaft. Unser Ziel ist es, nicht nur eine Unterkunft zu bauen, sondern auch Verständnis und Unterstützung in der Stadtgesellschaft zu schaffen – denn soziale Verantwortung ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

Vielen Dank. ????

 
 

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