Markus Pfeffinger, Geschäftsführer des Bunten Kreises, war Gast bei "Immer wieder Sonntags"

Veröffentlicht am 27.10.2026 in Allgemein

Markus Pfeffinger (r.), Geschäftsführer des Bunten Kreises, im Gespräch mit SPD-Ortsvereinsvorsitzendem Jan Dengel

Ein Rundgang durch die Stallungen, ein Blick auf eine Baustelle und danach ein offenes Gespräch: Die SPD Stadtbergen hat am Sonntag zu ihrer Reihe „Immer wieder sonntags“ auf den Ziegelhof eingeladen. Gast war Markus Pfeffinger, Geschäftsführer der Bunter Kreis Nachsorge gGmbH. Nach Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund war er der zweite Gesprächspartner der Reihe.

Pfeffinger hatte 2023 die damalige Kreissparkasse Augsburg verlassen und war zum Bunten Kreis gewechselt. „Wenn du zwischen zwei Sachen stehst, musst du dich entscheiden, denn sonst wird beides nichts“, kommentierte er diesen Schritt.

Beim Blick hinter die Kulissen lernten die Besucherinnen und Besucher die Stallungen und ihr „tierisches Personal“ kennen. Auch das „Brückenhaus“, das derzeit gebaut wird, durften sie in Augenschein nehmen. Es soll im kommenden Jahr fertig werden.  Im Brückenhaus können Familien mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen bis 27 Jahren, die unheilbar und lebensverkürzend bzw. lebensbedrohlich erkrankt sind, Hilfe und Unterstützung finden. In besonderen Situationen kann auch die gesamte Familie im Brückenhaus aufgenommen werden. Dafür stehen Familienappartments zur Verfügung.

Im anschließenden Gespräch mit Ortsvereinsvorsitzendem Jan Dengel zeigte Pfeffinger zunächst einen Film, in dem eine Familie schildert, wie sehr die Geburt eines Kindes mit Behinderung ihren Alltag verändert hat. Danach zeichnete er die Entwicklung des Bunten Kreises seit 1992 nach. Aktuell betreut die Einrichtung rund 3.000 Familien mit chronisch, krebs- oder schwerstkranken Kindern in der Region. Dafür arbeiten an vier Standorten in Augsburg, Stadtbergen, Memmingen und Kempten 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unterstützt von 40 tierischen Kollegen, vom Pferd bis zur Achatschnecke.

Über die Zusammenarbeit mit Schulen berichtete Erlebnispädagoge Markus Weber vom Bunten Kreis. Voraussetzung für einen Besuch auf dem Ziegelhof sei, dass in der Klasse mindestens ein Kind mit Inklusionsbedarf lerne. Weil das inzwischen in sehr vielen Klassen der Fall sei, könne die große Nachfrage nur mit viel Aufwand gedeckt werden. Einig war sich die Runde, dass davon alle Kinder profitieren – sie erleben selbst, was Behinderung und Inklusion bedeuten, begleitet von geschulten Fachkräften.

Roland Mair wollte wissen, wie die Beschäftigten mit der hohen seelischen Belastung umgehen. Pfeffinger hatte zuvor berichtet, dass es zuletzt drei Todesfälle in kurzer Folge gegeben habe. Viele Mitarbeitende kämen aus Berufen, die mit dem Thema Tod vertraut seien; zudem gebe es, wie in vergleichbaren Einrichtungen, Angebote wie Supervision.

Mit der Zusammenarbeit mit der Stadt Stadtbergen und dem Landkreis Augsburg zeigte sich Pfeffinger sehr zufrieden. Neben Sponsoren aus der Wirtschaft sei der Bunte Kreis aber auch auf Spenden von Privatleuten angewiesen. Er warb deshalb für die Aktion „Spenden und gewinnen“, die Anfang November startet: Jede Spende, die bis Jahresende eingeht, nimmt an einer Weihnachtsverlosung teil. Die Gewinnchancen seien überdurchschnittlich hoch, versicherte der frühere Banker. Informationen gibt es unter www.bunter-kreis.de.

 

 
 

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