Herbert Woerlein mit 100% zum Bürgermeisterkandidaten nominiert

Veröffentlicht am 13.06.2011 in Kommunalpolitik

In seiner Nominierungsrede zog Herbert Woerlein alle Register: Zunächst zeigte er seinen Genossinnen und Genossen auf, dass sie in der richtigen Partei seien. Er spannte dabei den Bogen von den Gründervätern Ferdinand Lassalle, August Bebel und Wilhelm Liebknecht über den ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten Friedrich Ebert bis hin zu den erfolgreichen Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt. Besonders stolz sei er darauf, dass die SPD die einzige Partei gewesen sei, die im Reichstag Hitlers Ermächtigungsgesetz abgelehnt hatte. Aus diesem Grund konnte sie - im Gegensatz zu allen anderen Parteien - ihren Namen auch nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur behalten.

Im zweiten Teil seiner Rede würdigte er die Erfolgsstory "Dr. Ludwig Fink". Stadtbergen könne stolz sein auf seinen Gestaltungswillen und auf seine Errungenschaften. Ludwig Fink, der ihm sozialdemokratisch, politisch und menschlich ein großes Vorbild sei, habe Stadtbergen von der kleinen westlichen Randgemeinde in eine leistungsfähige, junge Stadt mit höchstem Wohn- und Lebenswert verwandelt.

Im dritten Teil legte Woerlein dar, warum er sich traue, in so große Fußstapfen zu treten. Er betonte dabei, wie wichtig es sei, dass Stadtbergen in starken sozialdemokratischen Händen bleibe. Es gelte nun, das Erreichte zu bewahren, aber gleichzeitig neue Ideen zu entwickeln und sich bietende Chancen zu nutzen. Er baue dabei auf seine Fähigkeiten, Menschen in Entscheidungen einzubinden, und auf seine vielfältigen Erfahrungen in der Verwaltung und Mitarbeiterführung, die er im Münchner Kultusministerium und in seiner Realschule Neusäß gesammelt habe.

Ein Zustimmung seiner Parteifreunde zu seiner Kandidatur sowie ein nicht enden wollender Beifall zeigten, dass die SPD-Ortsvereine Deuringen, Leitershofen und Stadtbergen hinter ihrem Kandidaten stehen und bis in die Haarspitzen motiviert sind, Ihrem Kandidaten auch zum Wahlsieg zu verhelfen.

Hier geht's zu den 10 Grundsätzen der Politik von Herbert Woerlein.

Meine Ziele, meine Visionen – wofür ich stehe

1. Unter meiner Führung bleibt der hohe Wohnwert von Deuringen, Leitershofen und Stadtbergen erhalten. Der liebenswürdige Wohncharakter unserer Heimatstadt hat in meiner Politik oberste Priorität.

2. Dieser Anspruch hat Auswirkungen auf die Baupolitik. Dem Gestaltungswillen der Stadt steht der Wunsch vieler Bauherren nach individueller Freiheit gegenüber. Diese Gegensätze beleben unsere Stadt. Meine Lösung: Wir entwickeln Wohngebiete mit einem eindeutig definierten Baucharakter in diese Richtung weiter. Ansonsten macht die Bauverwaltung so wenig Vorschriften wie möglich und so viele wie unbedingt nötig. Der Ausbau des Radwegenetzes ist mir ein wichtiges Anliegen. Für alle Bereiche der baulichen Entwicklung gilt, dass die Rücksicht auf Natur und Landschaft ein wesentliches Merkmal meiner Baupolitik ist.

3. Unser wichtigstes Kapital sind unsere Kinder. Deshalb werde ich auch in Zukunft keine Investitionen für unsere Kindergärten und Kitas sowie für die Leopold-Mozart-Grundschule und die Parkschule scheuen. Auch werde ich gemeinsam mit unseren Einrichtungen und der Verwaltung überlegen, wie wir Kinder mit Defiziten noch früher und effektiver fördern können. Durch attraktive Vergünstigungen für Familien mit mehreren Kindern, dem Ausbau unserer Freizeiteinrichtungen wie dem Gartenhallenbad und der Weiterentwicklung des ÖPNV will ich eine familienfreundliche Politik sicherstellen. Stadtbergen soll zur ersten Adresse für junge Familien werden.

4. Unsere Kirchen und Vereine leisten einen unschätzbaren Beitrag fürs Allgemeinwohl, weshalb deren Bemühungen finanziell und ideell weiter voll unterstützt werden. Großzügige Zuschüsse für die Jugendarbeit sowie eine möglichst großzügig ausgestatte Mehrzweckhalle sollen die Arbeit der Vereine erleichtern.

5. Als Sozialdemokrat liegt mir am Herzen, dass wir für alle Bürgerinnen und Bürger einen guten Weg entwickeln. Egal ob jung oder alt, egal ob finanziell gut oder schlecht gestellt, egal ob beruflich erfolgreich oder derzeit arbeitslos - niemand darf auf der Strecke bleiben.

6. Die gebotene Rücksicht auf die Belange von Landschaft und Natur verlangen nach kreativen Lösungen, wenn es darum geht, eine offensive Wirtschafts- und Gewerbepolitik zu forcieren. Stadtbergen muss für Handwerker und Gewerbetreibende attraktiver werden. Ein von allen Parteien unterstützter Wirtschaftsreferent wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

7. Sicherheit bedeutet Lebensqualität. Deshalb unterstützen wir unsere Feuerwehren in ihrem ehrenamtlichen Engagement. Durch geeignete Maßnahmen muss es für unsere Bürgerinnen und Bürger möglich sein, sich ohne Ängste bei Tag und bei Nacht frei in ihrer Heimatstadt zu bewegen. Dafür werde ich Sorge tragen. Eine klare Absage erteile ich Betreibern, die mit ihrer Einrichtung die öffentliche Sicherheit gefährden und Mitbürger in ihrem Ruhebedürfnis stören.

8. Mit unserem Jugendclub Inside haben wir eine Einrichtung für unsere Jugend mit interessanten Angeboten geschaffen, die gut angenommen wird. Der große Erfolg der Ferienbetreuung zeigt uns, dass wir noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Noch immer wurde für unsere Jugend kein Platz gefunden, an dem sie sich problemlos treffen kann, ohne Nachbarn zu stören.

9. Auch bei einer anderen Bevölkerungsgruppe sehe ich Handlungsbedarf: Viele unserer Senioren sind fit und nehmen in vollem Umfang am Leben teil. In Projekten, wie dem von mir beantragten Bau eines Mehrgenerationenhauses, wollen wir die Erfahrung und das Potential, das in unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern über 60 steckt, nutzen und sie mit den anderen Generationen vernetzen. Barrierefreiheit wird so zu einem Begriff, der nicht nur die bauliche Stadtentwicklung beschreibt. Seniorenweihnachtsfeier ist gut – aber es ist noch viel Luft nach oben.

10. Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Mit Herz, Verstand und Mut will ich unsere junge Stadt weiterentwickeln. Dabei setze ich auf aktive Bürgerbeteiligung. Ich will nicht für unsere Bürgerinnen und Bürger Entscheidungen treffen, sondern diese mit ihnen entwickeln. Dazu will ich mehr Beteiligungsmöglichkeiten schaffen. Als Beispiel sei die Deuringer Heide genannt, die wir nur dann als Natur- und Erholungsraum erhalten und als ökologische Ausgleichsfläche und Raum für naturkundliche Schulungen weiterentwickeln können, wenn sich unsere Bürgerinnen und Bürger an den Pflegemaßnahmen – wie beim Heidetag – beteiligen. Durch Maßnahmen wie mehr Transparenz in der Verwaltung durch eine Informationsfreiheitssatzung und durch institutionalisierte, regelmäßige Treffen in den Stadtteilen werde ich sicherstellen, dass die Bedürfnisse und Wünsche der in unserer Stadt lebenden Menschen die Zukunft Stadtbergens bestimmen.

 
 

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