"Nur Vorteile hat eine Stadt wie Stadtbergen davon, sich zusammen mit Neusäß für die Ausweisung als gemeinsames Mittelzentrum Neusäß/Stadtbergen zu bewerben“, unterstreicht der SPD Fraktionsvorsitzende Roland Mair die Wichtigkeit, sich im Entwicklungsprozess aktiver zu beteiligen. Weiterhin freut sich die SPD, dass sich jetzt auch Bürgermeister Paulus Metz dieser Meinung angeschlossen hat, nachdem er in der Stadtratssitzung vom Oktober letzten Jahres weder Vorteile noch Nutzen in der Ausweisung zum Mittelzentrum sah und gegen den Antrag der SPD stimmte.
Nach dem Gespräch des Stadtberger Bürgermeisters mit Staatssekretär Hintersberger, dessen Ressort für die Fortschreibung des Landesentwicklungsprogrammes und damit für die Ausweisung zentraler Orte zuständig ist, muss nach Meinung der SPD Fraktion jetzt zwingend mehr Aktivität gezeigt und aktiv der Kontakt zu Neusäß gesucht werden. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass nur Städte mit einem größeren Einzugsbereich (über 35000 Einwohner) eine Chance besitzen, zum Mittelzentrum ausgewiesen zu werden. Dies erreichen weder Neusäß noch Stadtbergen alleine, sondern nur gemeinsam. Auch Gersthofen hat sich mit Langweid zusammen geschlossen. Stadtrat Dieter Häckl sieht in der Ausweisung als gemeinsames Mittelzentrum einen heilsamen Druck darauf, zusammen mit Neusäß Entwicklungsstrategien zu entwickeln und zu einer engen Zusammenarbeit zu kommen. Konkrete Vorteile ergeben sich etwa bei Entscheidungen über Schulstandorte, gewerbliche Ansiedlungen oder bei der Organisation der Verwaltung. Die bisherige reservierte Haltung des Bürgermeisters hierzu macht daher keinen Sinn. Falls keine Ausweisung zum Mittelzentrum erfolgt und Stadtbergen weiterhin nichtzentraler Ort bleibt, vergleichbar wie Mittelneufnach, würde dies dem Status von einer modernen Stadt nicht nachkommen, ist sich Roland Mair sicher."