Alte Mannschaft mit neuen Zielen – Wolfgang Fetzer führt weitere zwei Jahre die SPD Stadtbergen

Veröffentlicht am 07.05.2011 in Ortsverein

Haben erneut das Vertrauen und somit gut lachen: Vorsitzender Wolfgang Fetzer (links) und Kassier Johann Freidhöfer (rechts)

Nach dem Vorbild der Deuringer Kollegen vor einigen Wochen setzt auch die SPD Stadtbergen in turbulenten Zeiten auf Kontinuität: Wolfgang Fetzer wurde als 1. Vorsitzender in der Jahreshauptversammlung am 6. Mai 2011 bestätigt, ebenso seine beiden Stellvertreter Dieter Fromm und Herbert Woerlein. Die Kasse führt weiterhin Johann Freidhöfer, sein neuer Stellvertreter ist Dieter Fromm, Herbert Woerlein bleibt Schriftführer. Neben einer dreizehnköpfigen Vorstandschaft wurden mit Werner Schlosser, Barbara Wolf, Alfred Häusler und Bärbel Schubert die vier Delegierten gewählt, die den Ortsverein bei überörtlichen Parteiveranstaltungen vertreten.

Bereits bei den Grußworten wurde deutlich, dass Bewährtes erhalten werden soll, dass aber gleichzeitig neue Ideen und Konzepte gefragt sind, will man den Ortsverein gut für die Zukunft aufgestellt wissen.

Bürgermeister Dr. Ludwig Fink führte den Mitgliedern eindrucksvoll die problematische Entwicklung der SPD vor Augen. Willi Brandt habe 1969 42,7 % für die SPD errungen, derzeit liege man im Durchschnitt bei der Hälfte. Nach einer Analyse der Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hamburg appellierte Dr. Fink dazu, die Ärmel hochzukrempeln und sich mit ganzer Kraft in die Parteiarbeit einzubringen. Viel Lob hatte er in diesem Zusammenhang für Herbert Woerlein, der durch seine kreativen Ideen und seine hohes Engagement frischen Wind in den Stadtrat und in die Arbeit des Ortsvereins gebracht habe.

Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr machte in ihrer Ansprache deutlich, dass die Gesellschaft immer weiter auseinander drifte, so besäßen in Bayern 10% der Bevölkerung 41 % des Gesamtvermögens. Bei Rentnerinnen und Alleinerziehenden sei das Armutsrisiko besonders hoch. Dr. Strohmayr forderte die Abschaffung der Studiengebühren, eine kostenfreie Bildung vom Kindergarten bis zum Hochschulabschluss, die Einführung von Mindestlöhnen, Hilfe für Alleinerziehende und mehr Mittel für die Wohnraumförderung.

Roland Mair, SPD-Kreisvorsitzender, war noch schwer beeindruckt vom Besuch der Bodenseeschule in Friedrichshafen, von dem er gerade zurückgekehrt war. Leider übernähmen weder die Schulaufsicht in Baden-Württemberg noch in Bayern die wertvollen pädagogischen Anregungen, die von derartigen „Leuchtturmschulen“ ausgehen. Er berichtete von den derzeitigen Arbeitsschwerpunkten der Kreistagsfraktion – Staudenbahn und Ausbau ÖPNV – und stellte grundsätzliche Überlegungen zur Ausrichtung der SPD an: So werde diese immer weniger als Arbeitnehmerpartei wahrgenommen, lediglich die Forderung nach Mindestlöhnen käme in der Bevölkerung gut an. Er wolle sich auch in Zukunft mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass die SPD als Partei wahrgenommen werde, die die Wirtschaftskraft stärke.

In den sich anschließenden Wahlen wurden überwiegend die bewährten Kräfte bestätigt. Neu im Vorstand ist Peter Kuhn. Dem hoch geschätzten und bewährten Revisor Bernhard Hille wurde mit Arthur Perthold ein neuer, aber nicht unbekannter Partner zur Seite gestellt.

 
 

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