Unsere Reaktion auf den Leserbrief von Ernst Kundinger am 08.07.2023 im Landboten "So wird nur dem Kauf großer Autos Vorschub geleistet"
Der Leserbriefschreiber unterstellt der SPD das Fahren von „dicken Autos“. Die SPD macht keine Klientelpolitik und auch ich habe mein Fahrzeug vor drei Jahren abgegeben. Autos wurden in den letzten Jahren breiter und länger. Die Verwaltung hat nach den Erfahrungen der letzten Jahre größere Parkplätze vorgeschlagen. Mit der Anpassung verhindert die SPD, dass ältere Menschen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen auf die Straße ausweichen müssen, weil das Fahrzeug in den Bereich des Gehwegs reicht.
Die neue Stellplatzsatzung schmeckt aggressiven Investoren und Bauträgern von Mehrfamilienhäusern überhaupt nicht. Auf Grundstücken wird das Bebauen bis zum letzten Zentimeter verhindert, weil eine höhere Zahl an Stellplätzen auf dem eigenen Grund nachgewiesen werden muss. Deswegen greift die Aussage nicht, dass Stadtbergen sich nur Reiche leisten können. Aktuell ist unsere Stadt aufgrund einer verfehlten Wohnungsbaupolitik für den Normalverdiener unbezahlbar.
Flächenverbrauch wird mit Bodenversiegelung verwechselt, Schotterrasen oder bewachsene und begrünte Rasengittersteine auf Parkflächen sind Alternativen zu geteerten Parkplätzen. Die Forderung nach breiteren Fuß- und Radwegen ist kein Bestandteil der Stellplatzsatzung, sondern Teil des Bebauungsplans. Die Umsetzung belastet nicht das Budget der Stadt, sondern geht zu Lasten des Bauherrn.
