
Der Neubau des Universitätsklinikums Augsburg (UKA) nimmt Gestalt an. In der jüngsten Stadtratssitzung informierten Planer des Staatlichen Bauamts und der Stadt Augsburg sowie der ärztliche Direktor des UKA, Prof. Klaus Markstaller, über den Stand der Planungen. Das Milliardenprojekt sieht vor, das rund 44 Jahre alte Hochhaus durch mehrere Neubaugebäude zu ersetzen, die je nach Lage zwischen 16 und 48 Meter hoch geplant sind. Der bevorzugte Standort liegt im Westen des heutigen Klinikgeländes – dort, wo sich heute der Klinikpark befindet.
Die SPD Stadtbergen unterstützt den Klinikneubau grundlegend. Eine moderne Universitätsklinik sichert die medizinische Versorgung von rund zwei Millionen Menschen in der Region, gewährleistet den Anschluss an Forschung und Entwicklung und hilft dabei, junge Medizinerinnen und Mediziner in der Region zu halten.
„Wir wollen Spitzenmedizin für unsere Region und möchten alle Bewohnerinnen und Bewohner gut medizinisch versorgt wissen. Gleichzeitig sehen wir die berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, deren Wohnungen direkt an die künftige Großbaustelle angrenzen. Für sie möchten wir unnötige Belastungen verhindern.“ so Jan Dengel, Vorsitzender der SPD Stadtbergen.
Ein zentrales Anliegen ist die Verkehrssituation rund um das Klinikgelände. Die SPD Stadtbergen fordert, dass vor Baubeginn ein umfassendes Verkehrskonzept vorgelegt wird, das die Bedürfnisse der Anwohnenden berücksichtigt und über das gebotene Mindestmaß hinausgeht. Besonderes Augenmerk legt die SPD Stadtbergen dabei auf bereits belastete Knotenpunkte wie die Kreuzung B300/Ulmer Landstraße sowie die sogenannte Listle-Kreuzung an der Kriegshaberstraße.
„Die Blechlawinen von Patienten, Personal und Baustellenlastern dürfen nicht ungebremst durch unsere Wohngebiete rollen. Wir brauchen konkrete Handlungsempfehlungen für die belasteten Knotenpunkte, und zwar bevor der erste Bagger rollt.“ so Jan Dengel.
Mit Sorge betrachtet die SPD Stadtbergen die Pläne, den Klinikpark im Westen des Geländes für den Neubau zu opfern. Der Park erfüllt eine wichtige ökologische Funktion und ist zugleich ein bedeutendes Naherholungsgebiet für Familien und Kinder im Virchow-Viertel. Die SPD Stadtbergen fordert den Freistaat Bayern auf, vollständige Transparenz darüber herzustellen, ob und warum Alternativen auf der östlichen Seite des Geländes tatsächlich nicht realisierbar sind.
Als zuständiges Vorstandsmitglied für das Virchow-Viertel weist Florian Segieth zusätzlich auf die Lärm- und Parkplatzsituation hin. Die SPD Stadtbergen fordert, dass konkrete Angaben zum zu erwartenden Lärmpegel – insbesondere an der Kreuzung Ulmer Landstraße/Virchowstraße sowie im Bereich Flemingstraße und Von-Behringen-Straße – verbindlich vorgelegt werden. Um zu verhindern, dass umliegende Wohnstraßen zugeparkt werden, fordert die SPD Stadtbergen zudem eine Überprüfung des Stellplatzschlüssels des Universitätsklinikums.
„Das Virchow-Viertel grenzt unmittelbar an das Klinikgelände. Die Menschen dort haben ein Recht darauf zu wissen, welcher Lärm und welcher Verkehr auf sie zukommt. Diese Antworten müssen vor Baubeginn auf dem Tisch liegen.“ so Florian Segieth, Vorstandsmitglied der SPD Stadtbergen.
Schließlich bittet die SPD Stadtbergen den Freistaat Bayern um eine belastbare und transparente Finanzierungszusage für das Gesamtprojekt. Ein Vorhaben dieser Größe darf nicht zur Dauerbaustelle werden, die über Jahre hinweg die Nachbargemeinden belastet.
„Fortschritt ist wichtig und richtig – aber er muss zu Stadtbergen passen. Wer A sagt, muss auch B sagen: Der Freistaat muss die nötigen Mittel bereitstellen und die Nachbargemeinden ernstnehmen. Wir werden genau hinschauen, dass die Lebensqualität in unserer Stadt nicht auf der Strecke bleibt.“ so Jan Dengel