Gerechter Lohn wird vom Stadtrat für Praktikant:innen im Kindergarten abgelehnt

Veröffentlicht am 29.04.2023 in Allgemein

In der letzten Stadtratssitzung hat die SPD-Fraktion eine maßvolle Erhöhung der Praktikat:innengehälter von vorgeschlagenen 620 Euro auf 850 Euro und ein Jobticket beantragt. Wir haben geglaubt, dass die anderen Fraktionen gleichfalls Wertschätzung für die sozialen Berufe mit einer angemessenen Vergütung entgegenbringen.

Wir haben uns getäuscht! Der Stadtrat stimmte gegen die Erhöhung und zeigt uns den Unterschied zwischen gesprochenen Worten und Taten. Die SPD wird sich auch weiterhin für einen angemessenen Lohn der Arbeitnehmer:innen, sowie Praktikant:innen in Stadtbergen einsetzen.

Unsere Begründung ist im erweiterten Teil zu lesen

Wir brauchen in unseren öffentlichen Einrichtungen qualifiziertes Personal, das beginnt bereits im Vorfeld der Bewerbung. Bewerbende und Interessierte machen sich Gedanken über Inhalt und Vergütung der Arbeitsplätze. Praktikantinnen machen in unseren Kindergärten und Krippen, wie auch alle anderen Beschäftigen einen hervorragenden Job. Aus diesem Grund ist unser Anspruch „Gerechtes Gehalt für gute Arbeit“. Wir sind bereits von außen darauf hingewiesen worden, dass unsere Vergütung viel zu niedrig ist. Wir sollten auf ein höheres Niveau kommen.

Die Argumentation der Verwaltung ergibt ich aus dem Vergleich mit anderen Kommunen und Städten. Auch wollen wir keinen Wettbewerb der Kommunen beginnen. Die SPD Fraktion sieht die Situation ganzheitlich. Der soziale Bereich leidet bereits seit Jahrzehnten an niedrigen Löhnen, die Folgen merken wir heute in der Kinderbetreuung, in der Pflege und vielen anderen Bereichen. Man hat in kleinen Schritten in bestimmten Bereichen etwas getan, leider ist es nicht genug. Die Praktikanten sind vom Lebensalter in einem Ablösungsprozess von den Eltern, sind selbstständig und verdienen ihr erstes eigenes Gehalt. Davon müssen sie Lebensunterhalt, Unterkunft und Freizeit finanzieren. Das ist mit den bisher gezahlten 450 Euro überhaupt nicht möglich und nachdem wir in Stadtbergen  hohe Mieten haben, auch mit den vorgeschlagenen 600 Euro nicht!

Unser Wunsch ist es die Vergütung auf ein Niveau abzuheben, in der die jungen Erwachsenen auf eigenen Beinen stehen können und von ihrem Gehalt sich das tägliche Leben leisten können. Wir sehen jauch die Konfrontation mit der angespannten Haushaltssituation.

Was ist nun ein gerechter Lohn für diese wertvolle Arbeit. Wir wollen den Bogen nicht überspannen und schlagen 850 Euro und das Jobticket, damit kann man auch noch keine Selbstständigkeit finanzieren, aber es ist ein erster Schritt. Wir müssen die interessante Aufgabenstellung gerecht vergüten, deswegen bitten wir Euch um das Mitgehen mit diesem Schritt.

 
 

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