Der Minister aus der alten Landeshauptstadt und der Bürgermeister aus der jüngsten bayerischen Stadt Es war für unseren Bürgermeister eine große Stunde, dieser Abend des 17. Januar 2011: Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat ihn Bundespräsident Christian Wulff mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der Bayerische Staatsminister des Innern Joachim Herrmann überreichte das Bundesverdienstkreuz an Dr. Ludwig Fink im Innenministerium. Wir haben exklusiv für die Leser unserer Homepage die offizielle Laudatio eingestellt. "Klicken" Sie bei "mehr" und Sie können diese in voller Länge lesen.
Dr. Ludwig Fink aus Stadtbergen, Landkreis Augsburg, hat sich durch sein jahrzehntelanges beispielhaftes persönliches Engagement in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht. Bereits als 17-jähriger übernahm er als Jugendturnwart beim TSV Steppach Verantwortung für 20 bis 30 Kinder. Darüber hinaus engagierte er sich während seines Pädagogikstudiums als AstA-Referent für politische Bildung. Von 1982 bis 1992 leitete er dann die Grundschule in Horgau, Landkreis Augsburg.
Im kommunalpolitischen Bereich hatte er bereits verschiedenste Funktionen inne. 1972 wurde er erstmals in den Gemeinderat Steppach gewählt, seit 1984 gehörte er dann dem Gemeinderat des Marktes Stadtbergen an. Acht Jahre später wurde er zum ersten Bürgermeister des Marktes gewählt. In dieser Funktion hat er mit organisatorischem Talent und fruchtbaren Ideen maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung der Gemeinde beigetragen. Mit einer konsequenten Baupolitik erreichte er städtebaulich verträgliche, den vorhandenen Strukturen angepasste Lösungen. Außerdem verstand er es, nach Aufgabe des Standorts Augsburg durch die US-Streitkräfte die Möglichkeiten der Konversion geschickt zu nutzen. In schwierigen Verhandlungen konnte beispielsweise die Errichtung eines Altenwohn- und Pflegeheimes mit überregionalem Einzugsgebiet verwirklicht werden. Neben der Verbesserung des örtlichen Personennahverkehrs und dem Ausbau der städtischen Infrastruktur trieb er auch den Hochwasserschutz wesentlich voran. 2003 ging mit dem Ausbau einer Jugendbegegnungsstätte zudem ein von Dr. Fink lang gehegter und konsequent verfolgter Wunsch in Erfüllung. Im Jahr 2008 wurde auf seine Initiative hin in Stadtbergen eine Sozialstiftung für Kinder und Jugendliche "Stille Hilfe Stadtbergen" ins Leben gerufen. Diese Stiftung finanziert sich durch Spenden und ist als Hilfe bei konkreten Einzelfällen gedacht. Das Stiftungsvermögen beträgt derzeit etwa 20.000 Euro. Beispielhaft ist auch sein Beitrag zur Völkerverständigung. Sechs Städtepartnerschaften bzw. Städtefreundschaften, darunter auch in Japan und Afrika, werden von einem Partnerschaftsverein mit vielfältigen Aktivitäten gepflegt. Sein engagiertes und erfolgreiches öffentliches Wirken ebnete dem Markt Stadtbergen den Weg zur Stadterhebung im Jahr 2007. Dr. Fink hat sich weit über die mit seinen Ämtern verbundenen Pflichten hinaus Anerkennung und Respekt erworben.