Ein starkes Zeichen für die Demokratie: Menschenkette in Stadtbergen

Veröffentlicht am 16.02.2025 in Allgemein

Gestern fand zum ersten Mal eine Demonstration für die Menschen in Stadtbergen statt. Die letzte Kundgebung, die von städtischer Seite organisiert wurde, setzte sich für den Lärmschutz in Stadtbergen ein. Dieses Ereignis liegt nun 23 Jahre zurück.

Julia Hoffmann und Roland Mair haben innerhalb weniger Tage eine Menschenkette organisiert. Die Aktion fand unter dem Dach des DemokratieBündnisStadtbergen (DBS) statt, einem losen Zusammenschluss interessierter Bürger sowie Vertretern der SPD und der Grünen. In den kommenden Wochen wird die Gruppe weitere Menschen und Organisationen für ihre Anliegen gewinnen wollen.

Entgegen der Berichterstattung zählten zwei unabhängige Verantwortliche 140 Teilnehmer. Die Menschenkette erstreckte sich vom Oberen Stadtweg bis zur Wendeschleife.

Wir haben uns sehr über die Teilnahme der Stadtberger:innen gefreut. Auch die aufmunternden Worte sind eine Motivation und Ansporn für weiteres Engagement. Wir haben gemerkt, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kommen wollen, und werden diesen Wunsch in unsere Planungen einbeziehen. Aktuell haben wir weder eine eigene Homepage noch eine offizielle E-Mail-Adresse. Daher nutzen wir die Plattform der SPD Stadtbergen. Schreiben Sie an stadtbergen@t-online.de, damit wir Ihre Kontaktdaten sammeln und Ihnen weitere Informationen zukommen lassen können.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Flo, Nico und Fiona bedanken. Ebenso gilt unser Dank der Polizei und den Kräften des Ordnungsdienstes, die für den Schutz der Teilnehmenden sorgten. In der aktuell aufgeheizten Stimmung ist es nicht selbstverständlich, sich sicher fühlen zu können.

Den Artikel aus der "Augsburger Allgemeinen" können Sie im folgenden Text lesen.

Etwa 100 Leute bilden Menschenkette in Stadtbergen

Das Demokratiebündnis Stadtbergen hat am Samstag zu einer Aktion für Demokratie und Menschlichkeit aufgerufen.

Von Katja Röderer 

Stadtbergen Mit einer Menschenkette hat das Demokratiebündnis Stadtbergen am Samstag ein Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt gegen rechte Hetze gesetzt. Etwa 100 Menschen waren trotz frostiger Minusgrade zur Mittagszeit ans Stadtberger Rathaus gekommen, um von hier aus eine Menschenkette zu bilden, die über die Straße Am Graben beinahe bis zur evangelischen Friedenskirche reichte. Die Teilnehmer machten unter anderem mit bunten Plakaten auf ihre Forderungen aufmerksam. „Menschenrechte statt rechte Menschen“ war auf einem der Schilder zu lesen. Eine Demonstrantin aus Stadtbergen erklärte, der Erhalt der Demokratie sei ihr sehr wichtig und sie sei froh, dass sie heute hier vor Ort etwas tun könne. Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr war Teil der Menschenkette. Sie freute sich, dass man in Stadtbergen zumindest ein kleines Zeichen setze. Und Julia Hoffmann, die diese Aktion mit organisiert hatte, berichtete von einer italienischen Studie, die zu dem Ergebnis gekommen sei, dass solche Demos kurz vor einer Wahl das Wahlergebnis noch um bis zu vier Prozent beeinflussen könnten. „Das wünsche ich mir“, erklärte sie. 

Für die Sicherheit rund um die Menschenkette sorgten eine Polizeistreife und drei Mitarbeiter des Ordnungsdienstes. Das Sicherheitskonzept sei schon vor dem Anschlag in München ausgearbeitet worden, wie es hieß. Die Veranstaltung in Stadtbergen verlief friedlich. Die Teilnehmer reichten sich für einige Minuten die Hände, um die Menschenkette zu bilden und bei strahlendem Sonnenschein kurz innezuhalten. Anschließend kamen die Demonstranten im Hof der evangelischen Friedenskirche zusammen, um hier noch einmal gemeinsam das Lied „Wehrt euch, leistet Widerstand“ zur Melodie von „Hejo, spann den Wagen an“ zu singen. Hier gab es dann auch Tee und Zeit für Gespräche. 

Veranstalter war das Demokratiebündnis Stadtbergen, ein noch junger, loser Zusammenschluss aus Vertretern von SPD und Bündnis90/DieGrünen. Hier war man mit dem Ablauf der Aktion zufrieden. 80 bis 200 Teilnehmer waren erwartet worden. Der örtliche SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Mair sagte: „Wir sind auf viel Offenheit gestoßen“. Er freute sich darüber, dass auch Menschen an der Demonstration teilnahmen, die er bislang noch nie in Stadtbergen gesehen hatte. „Unterhaltet euch und lernt Menschen kennen, die ihr noch nicht kennt“, empfahl Roland Mair den Demo-Teilnehmern in seinen abschließenden Worten im Hof der Friedenskirche.

 
 

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